Rückkehr zur Normalität in vielen Kitas und Grundschulen

11.02.2021 Mecklenburg-Vorpommern will die Kitas und Grundschulen dort wieder regulär öffnen, wo der Inzidenzwert von 50 unterschritten wird. «Es bewegt sich was», sagt Regierungschefin Manuela Schwesig.

Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für die Jüngsten in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ein bisschen mehr Normalität in der Corona-Krise ab: Nach den Winterferien sollen Grundschulen und Kitas in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einem Inzidenzwert von unter 50 wieder regulär öffnen können. Diese Bedingung erfüllen aktuell vier der acht Regionen, und zwar die Landkreise Vorpommern-Rügen, Rostock und Nordwestmecklenburg sowie die Stadt Rostock. Das neue Schulhalbjahr beginnt am 22. Februar.

Die meisten Schüler sind kurz vor den Weihnachtsferien zum letzten Mal in der Schule gewesen. Kitas und Grundschulen blieben zwar auch danach grundsätzlich geöffnet, doch die Eltern wurden dringend gebeten, ihre Kinder zu Hause zu behalten. Regionen mit hohen Infektionszahlen stellten auf Notbetreuung um.

Jetzt aber sinken die Zahlen im Großteil des Landes. Ludwigslust-Parchim war am Mittwoch mit 58,6 nah dran am wichtigen Wert von 50. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte lag bei 67,0 und die Stadt Schwerin bei 87,8. Wie es in diesen drei Regionen nach den Winterferien in den Schulen und Kitas weitergeht, will der MV-Gipfel am Freitag entscheiden. «Ich hoffe, dass heute das Signal ausgeht, es bewegt sich was für die Kinder, für die Familien», sagte Schwesig am Mittwochabend. Im Hotspot-Landkreis Vorpommern-Greiswald mit einer Inzidenz von 210,9 am Mittwoch scheint indes bereits klar, dass es zunächst mit einer Notbetreuung nach den Ferien weitergehen muss.

In der Stadt Rostock und im Landkreis Vorpommern-Rügen lagen die Infektionszahlen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen zuletzt sogar unter 35. Für diese beiden Regionen stellte Schwesig Testöffnungen für kleine Teile der vom Lockdown betroffenen Wirtschaft in Aussicht. Genaueres soll an diesem Donnerstag in der Task Force Wirtschaft beraten werden, sagte die Regierungschefin. Klar sei jedoch bereits, dass nicht der Einzelhandel und die Gastronomie komplett geöffnet werden könnten, weil dann vermutlich viele Menschen aus anderen Regionen mit höheren Infektionszahlen dorthin fahren würden, was nicht sein solle.

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird grundsätzlich aber auch im Nordosten bis zum 7. März verlängert. Friseursalons im Bundesland können demnach, wie im Bund-Länder-Beschlusspapier festgehalten, vom 1. März an wieder öffnen. Schwesig hoffte darauf, dass die Infektionszahlen im Hotspot-Landkreis Vorpommern-Greifswald bis dahin heruntergehen, damit auch dort die Friseure öffnen könnten.

Neben der Taskforce Wirtschaft will an diesem Donnerstag auch der Landtag über die nächsten Schritte in der Corona-Krise beraten. Am Freitag soll dann der MV-Gipfel tagen, in dem neben der Regierung auch Vertreter von Kommunen, Sozialverbänden, Wirtschaft und Gewerkschaften sitzen. Dann sollen die Beschlüsse in eine Verordnung gegossen werden.

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