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SPD und Arbeitgeber streiten über Löhne

17.07.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Zwischen SPD und Arbeitgebern ist ein scharfer Streit um die Höhe der Löhne in Mecklenburg-Vorpommern ausgebrochen. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Krüger, bezeichnete die in vielen Bereichen bisher nicht erreichte Lohnangleichung zum Westen als «unerledigten Punkt» beim Vollzug der deutschen Einheit.

  • Thomas Krüger. Foto: Jens Büttner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thomas Krüger. Foto: Jens Büttner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Lohnschere sei bis heute nicht geschlossen, kritisierte Krüger. Er appellierte an die Arbeitnehmer, sich stärker gewerkschaftlich zu organisieren, um ihre Interessen besser durchzusetzen. Den Firmen legte der SPD-Politiker nahe, ihre Mitarbeiter gut zu bezahlen. Dies sei das sicherste Mittel gegen den vielbeklagten Fachkräftemangel.

Krüger kündigte an, das Thema Angleichung der Löhne und gewerkschaftliche Organisation in den kommenden Monaten auf die Agenda seiner Fraktion zu setzen. Arbeitnehmern sollen die Möglichkeiten der betrieblichen Mitbestimmung aufgezeigt werden.

Die Arbeitgeber reagierten gereizt. «Oberkluge Ratschläge und eine Werbetrommel für Gewerkschaften helfen nicht», sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV), Jens Matschenz. «Auch nach 30 Jahren scheint in der Sozialdemokratie noch nicht die Erkenntnis angekommen zu sein, dass Wünsch-dir-was wenig mit Realitäten zu tun hat.» Der lohnpolitische Verteilungsspielraum der Unternehmen werde durch die Produktivität und deren Wachstum bestimmt.

«Wir brauchen mehr Produktivität im Land, bessere Rahmenbedingungen für längere Wertschöpfungsketten, stärkere Anreize für Innovationen im Mittelstand», forderte Matschenz. Mit der Strukturschwäche und dem sich vergrößernden Abstand zu den strukturstarken Regionen dürfe sich das Land nicht abfinden. Darüber müsse mit der Regierung in nächster Zeit gesprochen werden.

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