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Sanddorn-Ernte in MV begonnen - Weitere Flächen abgestorben

28.08.2020 - Das Sanddorn-Sterben ist ein existenzielles Problem für die Anbauer geworden, und die Plantagen im Nordosten geben auch für dieses Jahr keine Entwarnung. Erneut seien Sträucher in großer Zahl abgestorben. Dabei waren die Voraussetzungen für eine gute Ernte richtig gut.

  • Matheusz Kucharczyk (l) und Pawel Koziel ernten auf Gut Schneebecke Sanddorn. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Matheusz Kucharczyk (l) und Pawel Koziel ernten auf Gut Schneebecke Sanddorn. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Sanddorn-Ernte in Mecklenburg-Vorpommern hat begonnen - und drückt die Stimmung der großen Anbauer. Erneut ist eine große Zahl Sträucher auf den Plantagen abgestorben, wie die Firmen Forst Schneebecke in Alt Steinhausen bei Marlow (Landkreis Vorpommern-Rügen) und Sanddorn Storchennest in Ludwigslust (Landkreis Ludwigslust-Parchim) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Beide Betriebe haben mit der Ernte in dieser Woche begonnen.

Wurden noch vor einigen Jahren über sechs bis acht Wochen die meterlangen Triebe mit den Beeren von den Sträuchern geschnitten, gehen beide Anbau-Unternehmen dieses Jahr von nur zwei bis drei Wochen Erntedauer aus.

«Es ist bitter», sagte die Geschäftsführerin von Sanddorn Storchennest, Silvia Hinrichs. Neben dem Sanddornsterben, das bereits seit mehreren Jahren anhalte und dessen Ursache noch immer nicht geklärt sei, habe auf den Plantagen im Südwesten des Landes auch die Sanddorn-Fruchtfliege in diesem Jahr Schäden angerichtet. Sie legt ihre Eier in die Beeren, die daraufhin faulen. «Es ist das erste Mal, dass sie bei uns massiv zuschlägt.»

Das Sanddorn-Sterben ist ein existenzielles Problem für die Anbauer geworden. In Ludwigslust ist nach Hinrichs Worten inzwischen mehr als die Hälfte der rund 120 Hektar Plantagen tot. Allein in diesem Jahr seien 20 bis 25 Hektar abgestorben. Momentan stünden nur noch knapp 50 Hektar weitgehend ohne Schäden da, wovon knapp 25 Hektar noch im Wachstum seien und der Rest im Ertrag. Bedauerlicherweise sei noch kein Durchbruch bei der Suche nach Ursachen und Gegenmitteln für das Sterben erreicht worden.

Benedikt Schneebecke hatte auf eine Rekordernte von 160 bis 180 Tonnen in diesem Jahr gehofft. Das Wetter stimmte - es war warm und es gab Regen. Mit Glück würden es jetzt nun noch 40 Tonnen, sagte der Landwirt. Nach den neuerlichen Verlusten überlegt er, aus der Sanddorn-Produktion auszusteigen und stattdessen mehr Weihnachtsbäume zu ziehen. Die Sanddorn-Setzlinge für Neuanpflanzungen, die für kommendes Frühjahr geplant gewesen seien, habe er wieder abbestellt. In diesem Jahr seien drei Viertel der zur Ernte anstehenden Flächen abgestorben. Es seien seltsamerweise nur Felder mit Sträuchern betroffen, die Beeren tragen.

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