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Schildkröte «Marlene» wird in Bronze gegossen

13.12.2019 - Ohne die Schildkröte «Marlene» gäbe es heute vielleicht kein Meeresmuseum in Stralsund. Deshalb soll die Lederschildkröte nach dem Umbau des Museums in Bronze gegossen den Eingang zieren.

  • Kunstgießer Wolfgang Gregor nimmt einen Abdruck der präparierten Lederschildkröte «Marlene» ab. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kunstgießer Wolfgang Gregor nimmt einen Abdruck der präparierten Lederschildkröte «Marlene» ab. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Stralsund (dpa/mv) - Ein Bronzeabguss der Lederschildkröte «Marlene» soll nach der Modernisierung des Meeresmuseums Stralsund im neuen Eingangsbereich stehen. Derzeit nimmt der Kunstgießer Wolfgang Gregor aus Landin (Brandenburg) einen Abdruck, wie das Museum mitteilte.

1965 hatte sich das 2,15 Meter lange und 450 Kilogramm schwere Weibchen aus der Karibik in die Ostsee verirrt. Es verfing sich in einer Reuse fünf Kilometer von Stralsund entfernt. «Das in tropischen und subtropischen Gewässern heimische Tier war stark unterkühlt und konnte nur noch drei Tage im Rostocker Zoo lebend gezeigt werden», sagte eine Museumssprecherin. Die Schildkröte mit dem weichen, lederartigen Panzer sei in Stralsund präpariert worden.

In Ost-Berlin wurde sie später zum «Zugpferd» der Wanderausstellung «Tiere ferner Meere». In jener Zeit weilte in West-Berlin Filmdiva Marlene Dietrich - so erhielt die Schildkröte den Spitznamen «Marlene». Bis Ende 1966 kamen rund 350 000 Besucher, um sie zu sehen. Dies bestärkte das Museum in Stralsund, sich auf meereskundliche Themen zu spezialisieren. «Zugespitzt gesagt gäbe es ohne «Marlene» heute vielleicht kein Deutsches Meeresmuseum in Stralsund», sagte die Sprecherin.

Das Museum im Katharinenkloster soll nach 45 Jahren von 2021 bis 2023 modernisiert werden. Für die Baumaßnahmen seien 40 Millionen Euro kalkuliert. Geplant sind raumhohe Vitrinen in den Ausstellungen, ein Großaquarium sowie ein neues Eingangsfoyer. Die Aquarien warmer Meere sollen komplett überarbeitet werden. Das neue Meeresmuseum mit jährlich rund 200 000 Gästen soll vollständig barrierefrei sein.

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