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Schnelle Reaktion auf Artensterben in MV gefordert

19.03.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Der fortgesetzte Artenschwund in Mecklenburg-Vorpommern hat Kritik an der Umweltpolitik von Minister Till Backhaus (SPD) hervorgerufen. Die Landesvorsitzende der Grünen, Claudia Schulz, sagte am Dienstag: «Die Artenvielfalt in ihrer Breite kann nur erhalten werden, wenn wir flächendeckend wieder für intakte Lebensräume mit entsprechenden Nahrungsgrundlagen sorgen.»

  • Claudia Schulz, Mitglied der ersten weiblichen Doppelspitze der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Claudia Schulz, Mitglied der ersten weiblichen Doppelspitze der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Probleme seien lange bekannt: Zu viel Stickstoff-Düngung, fehlende Biotop-Verbünde und großflächig ausgeräumte Agrarflächen. Die Probleme müssten konsequenter als in der Vergangenheit angegangen werden, forderte Schulz. Klare Zielvorgaben mit Zeitrahmen und Konzentration auf besonders wirksame Maßnahmen zur Wiederbelebung der biologischen Vielfalt seien nötig. «Auch die Landwirte brauchen mehr Unterstützung, indem bürokratische Hemmnisse abgebaut werden, die dem Naturschutz entgegenstehen.»

Die Fraktion Freie Wähler/BMV kritisierte, dass Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren systematisch zu einem Energieproduzenten degradiert werde. «Beweis dafür sind auch die von Naturschutzverbänden beklagten großflächigen Monokulturen», sagte der umweltpolitische Sprecher Ralf Borschke. Für Biogasanlagen würden große Gebiete mit Mais belegt. Borschke forderte ein Umdenken.

Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte am Montag zwei Untersuchungen vorgestellt, aus denen hervorgeht, dass die Artenvielfalt in Mecklenburg-Vorpommern außerhalb der Großschutzgebiete in Gefahr ist. In der Gesamtlandschaft sind demnach 44 Prozent der betrachteten Tier- und 34 Prozent der betrachteten Pflanzenarten gefährdet oder bereits ausgestorben. In den Großschutzgebieten, die zusammen fast 20 Prozent der Landesfläche ausmachen, ist die Situation demnach deutlich besser.

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