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Schülerkritik an dichtem Lernstoff: Coronafolgen für Schulen

21.10.2020 - Die steigende Zahl von Corona-Infektionen hat auch für die Schulen Folgen. Nun wurde das Gymnasium in Güstrow vorsorglich geschlossen. Eine erneute landesweite Schließung der Schulen aber muss auch nach Ansicht des Landesschülerrats verhindert werden.

  • Medizinischer Mundschutz in einer Apotheke. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Medizinischer Mundschutz in einer Apotheke. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Landesschülerrat hat vor den Folgen einer möglicherweise drohenden zweiten landesweiten Schließung der Schulen in Mecklenburg-Vorpommern gewarnt. «Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen sind darauf nicht gut vorbereitet und es könnte zu erheblichen Nachteilen im Blick auf die Abschlussprüfungen kommen», heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung. Schon jetzt sei es äußerst schwer, den Unterrichtsstoff aus der Zeit der Schulschließungen im Frühjahr aufzuholen. «Fast alle hängen in den Lehrplänen hinterher und die ohnehin schon zu kurze Zeit ist nun mit noch mehr Inhalten vollgestopft», beklagt die Schülervertretung.

Dennoch konstatierte der Landesschülerrat einen «größtenteils verantwortungsvollen Umgang mit der Krise». Schüler und Lehrkräfte hätten gelernt, mit Maßnahmen wie der Maskenpflicht umzugehen. Bei der Anwendung neuer digitaler Methoden gebe es Fortschritte. «Einige Schulen haben positive Erfahrungen gemacht und nutzen nun weiterhin manche Online-Tools zum Beispiel für die Verteilung von Hausaufgaben oder bei Unterrichtsausfall», erklärte die stellvertretende Vorsitzende des Schülerrats, Josefine Birkholz.

Die Landesregierung hatte immer wieder betont, eine flächendeckende Schulschließung wie im Lockdown verhindern zu wollen. Für Schulen gelten strenge Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen zwischen Klassenstufen. Bei Corona-Infektionen unter Lehrern und Schülern wird jeweils lokal mit Quarantäne und Reihentests reagiert, in Einzelfällen auch mit befristeten Schulschließungen.

Mit dem Anstieg der Infektionszahlen seit Anfang Oktober sind nun auch häufiger Schulen betroffen. So bleibt nach mehreren Corona-Fällen das John-Brinckman-Gymnasium in Güstrow von Donnerstag an geschlossen. Wie das Landratsamt mitteilte, wurden ein weiterer Lehrer und drei Schüler positiv getestet. Das Gesundheitsamt des Landkreises Rostock habe für alle Schüler und Lehrer Coronatests angeordnet. Am Gymnasium in Bützow wurden nach der Erkrankung eines Pädagogen zunächst elf Schüler und drei Lehrer unter Quarantäne gestellt.

Auch an der Regionalschule Lützow (Nordwestmecklenburg) wurden Ende voriger Woche 82 Schüler und acht Lehrer nach dem positiven Corona-Befund eines Schülers in Quarantäne geschickt. Dafür startete am Montag an zwei Schulen in Löcknitz (Vorpommern-Greifswald) und Neubrandenburg nach coronabedingter Pause wieder der Unterricht.

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