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Schwimmer verlor Arm bei Unfall: Anklage gegen Bootsführer

21.01.2021 - Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Bootsführer erhoben, der im Sommer 2020 einen schweren Unfall auf dem Tollensesee bei Klein Nemerow verursacht haben soll. Dem Beschuldigten wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, wie Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Donnerstag sagte. Die rotierende Schiffsschraube am Boot des Mannes hatte einen Schwimmer erfasst, der dabei seinen Arm verlor. Der 48-Jährige, der sich mit einer Schwimmboje gekennzeichnet hatte, überlebte den Unfall vom 25. Juni trotz seiner schweren Verletzung.

  • Vor einem Gerichtsgebäude hält eine Statue der Justitia eine Waagschale in der Hand. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vor einem Gerichtsgebäude hält eine Statue der Justitia eine Waagschale in der Hand. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 62 Jahre alte Bootsführer aus der Nähe von Neubrandenburg habe an jenem Tag die nötige Sorgfalt vermissen lassen, sagte Zeisler. Ansonsten wäre der gut trainierte Schwimmer gut zu sehen gewesen, auch aufgrund der Boje als Markierung. Das Motorboot hatte den Mann etwa 200 Meter vom Ufer entfernt bei Klein Nemerow erfasst. Die Polizei suchte mehrere Tage nach dem abgetrennten Körperteil, das nach einer Woche im See gefunden wurde. Bei dem Unfall erlitten der Bootsführer und seine 63 Jahre alte Frau, die an Bord war, einen Schock.

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