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Sechseinhalb Jahre Haft für Kindesmissbrauch beantragt

13.06.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und Vergewaltigung hat die Staatsanwaltschaft für einen 64-jährigen Schweriner sechseinhalb Jahre Gefängnis gefordert. Sie sah es am Donnerstag vor dem Landgericht Schwerin als erwiesen an, dass der Angeklagte sich zwischen 2013 und 2017 achtmal an einem Jungen vergangen hat, der anfangs elf Jahre alt war. Der Verteidiger beantragte nach Auskunft eines Gerichtssprechers eine Haftstrafe von sechs Jahren für seinen einschlägig vorbestraften Mandanten. Das Urteil soll am Freitag verkündet werden.

  • Das Landgericht in Schwerin. Foto: Jens Büttner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Landgericht in Schwerin. Foto: Jens Büttner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kurz vor Ende des Prozesses hatte der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Demnach hatte er das Kind über eine befreundete Familie kennengelernt. Einige Übergriffe fanden während nächtlicher Angelausflüge an einen See in der Nähe von Schwerin statt. Mehrmals missbrauchte der Angeklagte den Jungen auch, als dieser in seiner Wohnung übernachten durfte. Durch das Geständnis ersparte der Angeklagte seinem Opfer, vor Gericht erneut aussagen zu müssen.

Der Junge war bereits während der Ermittlungen gegen den früheren Leiter des inzwischen geschlossenen Schweriner Jugendclubs «Power for Kids» aufgefallen, der 2018 wegen vielfachen sexuellen Kindesmissbrauchs zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Der Jugendclub-Leiter soll in einem Fall versucht haben, sich an dem aktuell betroffenen Jungen zu vergehen. Durch die Ermittlungen im «Power for Kids»-Fall fasste der Junge wohl den Mut, um auch von den mutmaßlichen Übergriffen des 64-jährigen Angeklagten zu berichten.

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