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Sechseinhalb Jahre Haft für schweren Kindesmissbrauch

05.06.2019 - Der Angeklagte, der die Tochter seiner Lebensgefährtin wiederholt missbraucht haben soll, hat die Anschuldigungen vor Gericht zurückgewiesen. Es handele sich um einen Racheakt der Mutter des Mädchens. Das Gericht schenkte jedoch dem Opfer Glauben.

  • Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung eines Kindes hat das Landgericht Schwerin einen 50 Jahre alten Mann zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die Richter sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass der Angeklagte sich vor etwa fünf Jahren mindestens sechs Mal an der anfangs zwölf Jahre alten Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin vergangen hat. Der gelernte Tischler hatte die Vorwürfe während des Prozesses bis zuletzt bestritten. Der Verteidiger kündigte an, im Auftrag seines Mandanten Revision gegen das Urteil einzulegen. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre und zehn Monate Haft beantragt.

Der Angeklagte und die Mutter des Mädchens teilten sich für eine gewisse Zeit die Wohnung des Mannes in Schwerin. Während dieser Zeit kam es nach Angaben des Mädchens zu Übergriffen im Schlafzimmer, im Bad, im Wohnzimmer sowie in einer Gartenlaube des Angeklagten. «Ja, wir glauben ihr», sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Dabei stützte sich das Gericht auch auf ein psychologisches Gutachten, das die Aussagen des Opfers als glaubhaft wertete.

Der Angeklagte hatte versucht, die Beschuldigungen gegen sich als einen Racheakt der Mutter des Mädchens darzustellen. Sie hatte sich 2016 nach einem heftigen Streit von ihm getrennt und wegen Vergewaltigung angezeigt. Von diesem Vorwurf wurde er jedoch freigesprochen. Das Gericht sah in der Darstellung des Angeklagten dennoch eine Schutzbehauptung. Der 50-Jährige sitzt derzeit bereits wegen Drogenhandels und wegen Körperverletzung in Haft.

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