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Seit zwei Wochen keine Corona-Neuinfektion mehr in Rostock

23.04.2020 - In Mecklenburg-Vorpommerns einziger Großstadt Rostock ist seit 14 Tagen keine Neuinfektion mit dem neuartigen Coronavirus mehr bekannt geworden. «Der letzte zurzeit an Covid-19 erkrankte Rostocker konnte jetzt aus der Quarantäne entlassen werden», teilte Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) am Donnerstag mit. Einzelne Rostocker, die in den vergangenen Tagen als neuinfiziert in der Statistik auftauchten, lebten zurzeit nicht in der Stadt, sagte ein Stadtsprecher. Natürlich könne sich die Situation minütlich ändern, räumte er ein. Rostock hat mehr als 200 000 Einwohner.

  • Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch in Mecklenburg-Vorpommern generell steigt die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus weiterhin nur leicht an. Am Mittwoch (Stand 16.00 Uhr) waren im Vergleich zum Vortag drei neue Fälle gemeldet worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Insgesamt erhöhte sich die Zahl damit auf 657. Bisher starben 15 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

Oberbürgermeister Madsen führt den Stopp der Neuinfektionen in Rostock auf die frühzeitig ergriffenen Maßnahmen zurück, wie die Absagen von Konzerten und Ansammlungen großer Menschenmengen, die Schließungen von Schulen und Kitas, das Herunterfahren der Stadtverwaltung und von Rostock insgesamt. Aber auch der Ausbau der Kapazitäten im kommunalen Klinikum Südstadt Rostock und das schnelle Einsetzen des Verwaltungsstabes habe sich gelohnt.

Der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, Prof. Emil Reisinger, sieht angesichts der geringen Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, die Kontaktbeschränkungen schrittweise zurückzufahren. «Aber wir müssen weiter vorsichtig bleiben. Mit diesen Beschränkungen und zusammen mit dem Maskentragen könnte es gelingen, eine zweite Infektionswelle zu verhindern.»

Mecklenburg-Vorpommern ist nach Ansicht Reisingers wegen seiner geringen Einwohnerdichte in einer guten Position bei der Verbreitung des Coronavirus. Der internationale Reiseverkehr, der das Virus auch nach Deutschland gebracht habe, habe den Nordosten deshalb nicht so schwer getroffen wie die dicht besiedelten Gebiete. Auch das etwas distanziertere Sozialverhalten der Mecklenburger und Vorpommern trüge ihren Anteil an der geringeren Virusverbreitung bei, was sich auch während der Faschingszeit bemerkbar gemacht habe. Zudem sei im Nordosten mit Anfang Februar sehr früh auf das Virus getestet worden, sagte Reisinger. «So haben wir die ersten Infektionsketten, die nach Mecklenburg-Vorpommern führten, frühzeitig erkannt und aufgelöst.»

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