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Sellering: EU braucht eigene Politik gegenüber Russland

08.09.2020 - Der Vorsitzende des Vereins Deutsch-Russische Partnerschaft, Mecklenburg-Vorpommerns Ex-Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), wirbt für eine eigenständige Politik der EU gegenüber Russland. «Deutschland sollte sich in der zunehmend aggressiver ausgetragenen Rivalität der drei großen Weltmächte USA, China und Russland nicht von einer dieser Weltmächte vereinnahmen und gegen eine andere in Stellung bringen lassen», erklärte Sellering am Dienstag in Schwerin. Deutschland solle vielmehr sein Gewicht in Europa dazu nutzen, eine eigenständige Politik der EU in Wahrnehmung der eigenen europäischen Interessen auf den Weg zu bringen. Damit könne den drei Weltmächten auf Augenhöhe begegnet werden.

  • Erwin Sellering (SPD), der frühere Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Erwin Sellering (SPD), der frühere Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dazu gehöre, sich nicht vorschreiben zu lassen, von wem Deutschland Gas kaufen dürfe. «Ob Nord Stream 2 in deutschem Interesse liegt, entscheidet Deutschland», so Sellering. Wirtschaftliche Interessen der USA könnten kein Grund sein, sich über die souveräne Entscheidung Deutschlands hinwegzusetzen.

Seit zwei Jahren organisiert die Deutsch-Russische Partnerschaft den Austausch zwischen Deutschen und Russen, vor allem auch Jugendlichen - im Sport, in der Kultur, Umwelt, Denkmalschutz, Feuerwehr und anderen sozialen Bereichen. Für die weitere Arbeit des Vereins sei klar: Misstrauen, Aggressivität, Strafandrohungen schafften kein Klima, in dem die Arbeit gedeihen könne, sagte Sellering. Dafür brauche es eine Basis des gegenseitigen Vertrauens.

Seit Tagen wird wegen der Vergiftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny ein möglicher Baustopp von Nord Stream 2 diskutiert. Die Bundesregierung lässt die Zukunft des Projekts bislang offen.

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