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Studentenwohnheime in MV rege nachgefragt zum Wintersemester

03.10.2020 - Die Wohnheime der beiden Studierendenwerke in MV sind rege nachgefragt zum Wintersemester. Mehrere Tausend Plätze werden angeboten. Besonders groß ist die Nachfrage in einer Stadt.

  • «Studentenwohnheim» steht am Eingang eines Wohnhauses. Foto: Armin Weigel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «Studentenwohnheim» steht am Eingang eines Wohnhauses. Foto: Armin Weigel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Rostock haben sich für das Wintersemester mehr als dreimal so viele Interessierte auf einen Platz in einem Studentenwohnheim beworben, wie es Kapazitäten gibt. Bis Ende September gab es rund 950 Bewerbungen auf die etwa 270 freien Plätze, wie das Studierendenwerk Rostock-Wismar auf Anfrage mitteilte. Das Studierendenwerk bietet nach eigenen Angaben insgesamt 2116 Wohnheimplätze an - 1500 in Rostock und 616 in Wismar. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Nachfrage leicht gesunken.

Dennoch gibt es in Rostock weiterhin eine große Not bei Wohnheimplätzen. Das Studierendenwerk teilte mit, dass 340 zusätzliche Plätze bis 2025 entstehen sollen. In der Rostocker Südstadt sollen schrittweise an vier bestehenden Wohnheimen Anbauten entstehen, wo 270 Studenten wohnen können. Zudem soll bis 2022 ein Wohnheim mit 70 Plätzen entstehen.

In Wismar überstieg demnach die Nachfrage ebenfalls deutlich das Angebot. Hier wurden bis Ende September etwa 215 Bewerbungen für die freien 125 Plätze gezählt, wie es hieß. Doch nicht jeder Student, der sich bewirbt, nimmt diesen Platz am Ende auch an. So rechnet das Studierendenwerk mit einer Auslastung von etwa 73 Prozent aller Betten in Wismar. In Rostock gehe man hingegen von einer Auslastung von 100 Prozent aus. Die Miete habe sich durch die Corona-Pandemie nicht verändert, sie liege durchschnittlich bei knapp unter 250 Euro.

Das Studierendenwerk Greifswald berichtete mit Blick auf das Wintersemester von einer gleichbleibenden Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr. Demnach meldeten sich mehr als 1250 Interessierte für ein Bett in Greifswald, etwa 230 in Neubrandenburg und mehr als 315 in Stralsund. Wegen der Corona-Pandemie gebe es eine große Verunsicherung unter den Interessierten mit Blick auf mögliche Einschränkungen während des Semesters.

In den drei Städten werden den Angaben zufolge insgesamt knapp 1500 Wohnheimplätze angeboten, die meisten davon in Greifswald. Dort und in Stralsund seien bereits alle Zimmer vermietet, in Neubrandenburg waren bis Ende September noch wenige Plätze frei. Die Warmmieten im Wintersemester haben sich demnach im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Am günstigsten ist ein Platz in einem Zweibettzimmer in Stralsund mit 150 Euro. Für eine Familienwohnung in Greifswald werden laut Studierendenwerk bis zu 545 Euro fällig im Monat.

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