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Studie: Armut geht mit verringerter Lebenserwartung einher

14.10.2019 - Rostock (dpa) - Armut, Arbeitslosigkeit und schlechte Bildung gehen in Deutschland mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung einher. Das berichten Forscher des Rostocker Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) nach Auswertung von 27 Millionen Datensätzen. Demnach ist das Risiko von Männern aus dem am schlechtesten verdienenden Fünftel, im Alter zwischen 30 und 59 Jahren zu sterben, um 150 Prozent höher als bei Männern aus dem am besten verdienenden Fünftel. Arbeitslosigkeit verdopple in der Altersgruppe das Sterberisiko, schlechtere Bildung erhöhe es um etwa 30 Prozent, schreibt das Team im Fachblatt «BMJ Open».

  • Ein Mann sitzt in der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann sitzt in der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Rostocker Forscher hatten für die Studie Rentenversicherungsdaten von 27 Millionen Arbeitnehmern ausgewertet. Diese waren im Jahr 2013 zwischen 30 und 59 Jahre alt. «Zum ersten Mal stehen wir auf sicherer Datenbasis, wenn wir die einzelnen Faktoren und ihren Einfluss auf die Sterblichkeit in Deutschland bewerten», wird Erstautor Pavel Grigoriev in einer Mitteilung des Instituts zitiert.

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