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Taucher suchen vergeblich verschwundenes Observatorium

05.09.2019 - Eckernförde/Kiel (dpa) - Taucher haben auch bei einem zweiten Einsatz vergeblich in der Ostsee das seit dem 21. August verschwundene Unterwasserobservatorium gesucht. Mehrere Forschungstaucher der Uni Kiel hätten am Mittwoch einen Bereich um den ursprünglichen Standort am Ausgang der Eckernförder Bucht abgesucht, sagte ein Sprecher des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung am Donnerstag. Es seien lediglich einige Teile der Halterungen der Anlage gefunden worden. Bei einem ersten Tauchgang war nur ein zerfasertes Landanschlusskabel entdeckt worden.

  • Das Bild zeigt eines der Gestelle des Boknis-Eck-Unterwasserobservatoriums. Foto: Forschungstauchzentrum der Uni Kiel/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Bild zeigt eines der Gestelle des Boknis-Eck-Unterwasserobservatoriums. Foto: Forschungstauchzentrum der Uni Kiel/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Verschwinden des fast 800 Kilogramm schweren Observatoriums für Umweltmessungen bleibt mysteriös. Die Kripo ermittelt. Ein Diebstahl ist unwahrscheinlich, da die aus zwei Gestellen bestehende Anlage auf dem Meeresboden in 22 Meter Tiefe stand. Dass ein Schiff oder ein Fischerboot mit Schleppnetz das Observatorium aus der Verankerung gerissen hat, dürfte eigentlich nicht in Frage kommen. Denn das Observatorium befand sich in einem Sperrgebiet für Schiffe. Wegen des Gewichts der Gestelle und der Massivität der Kabelverbindungen schließt Geomar Stürme, Strömungen oder Meerestiere als Ursache aus.

Weitere Taucheinsätze sind nicht geplant. Geomar will aber mit einem eigenen Team, das sonst ein Unterwasserfahrzeug in der Tiefsee nutzt, weitere Optionen klären. Das Tiefsee-Fahrzeug sei nicht geeignet. Das Team habe aber eine Eigenentwicklung, die für die Suche vielleicht in Frage käme. Man wolle zunächst die eigenen Möglichkeiten ausschöpfen, bevor eventuell auch ein Hilfsersuchen an die Marine gehen könnte, sagte der Geomar-Sprecher auf eine entsprechende Frage.

Die Anlage hat einen Wert von 300 000 Euro. «Geradezu unbezahlbar sind aber die Daten, die wir damit erheben», sagte Projektleiter Prof. Hermann Bange. «Sie helfen der Forschung, Veränderungen in der Ostsee zu registrieren und eventuell Gegenmaßnahmen zu ergreifen.»

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