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Tonnenschwere Kräne stürzen ins Rostocker Hafenbecken

02.02.2020 - Zwei schwere Hafenkräne stürzen beim Verladen im Rostocker Überseehafen ins Wasser. Zwei Menschen werden leicht verletzt. Die Bergung dürfte ziemlich kompliziert werden.

  • Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rostock (dpa/mv) - Zwei mehrere hundert Tonnen schwere mobile Hafenkräne sind in Rostock von einem Schiff ins Wasser gefallen. Bei dem Unfall am Freitagabend im Überseehafen seien zwei Arbeiter leicht verletzt worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Sanitäter versorgten die Männer, die nicht ins Krankenhaus mussten. Wie die Polizei mitteilte, stürzten die Kräne beim Verladen von Bord des unter Niederländischer Flagge fahrenden Schwergutschiffs «Jumbo Vision» in das Hafenbecken. Wie genau es zu dem Unfall kam, konnten die Behörden zunächst nicht sagen.

Wegen der entstandenen Schäden musste das Schiff im Hafen bleiben. Das Hafenbecken wurde für jeglichen Verkehr gesperrt. Durch auslaufende Betriebsstoffe wurde das Wasser verunreinigt, die Feuerwehr errichtete eine Ölsperre. Insgesamt seien nach Schätzungen der Wasserschutzpolizei etwa 100 Liter ausgetreten, wovon der Großteil durch das Ölwehrschiff «Flunder» abgesaugt worden sei, teilte das Hafen- und Seemannsamt am Sonntag nach einer Lagebesprechung mit den beteiligten Institutionen und Behörden mit.

Während eines Tauchgangs seien die genaue Lage der Kräne erkundet und die Entlüftungsstutzen an den Hydrauliköl- und Dieseltanks abgedichtet worden. Somit können die etwa 7600 Liter Hydrauliköl und 3000 Liter Dieselkraftstoff den Angaben zufolge nicht mehr auslaufen. Ein Auspumpen der Tanks werde nun vorbereitet. Zudem erstelle ein Vermessungsschiff eine 3D-Darstellung zur Lage der Kräne im Wasser. «In einem detaillierten Bergungskonzept werden in den kommenden Tagen alle notwendigen Maßnahmen zusammengefasst und abgestimmt», erklärte das Hafen- und Seemannsamt.

«Rostock Port als Hafenbetreiber arbeitet in enger Abstimmung mit den Behörden zusammen, um eine Lösung zur baldigen Wiederaufnahme des Hafenbetriebs im Hafenbecken B zu finden», versicherte Geschäftsführer Gernot Tesch. Bei den Kränen handelt es sich einem Bericht der «Ostsee-Zeitung» zufolge um zwei Liebherr-Hafenmobilkräne vom Typ LHM 550. Jeder hat nach Unternehmensangaben ein Gesamtgewicht von 439 Tonnen, könne bis zu 144 Tonnen heben und habe eine maximale Ausladung von 54 Metern.

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