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Ungesehene Ausstellungen: Museen verschieben Sonderschauen

06.04.2020 - Wegen der Corona-Krise bleiben Sonderausstellungen den Zuschauern vorerst verborgen - momentan jedenfalls. Die Museen hoffen jedoch, in diesem Sommer noch Gäste in ihren Räumen zu haben.

  • Zwei Passanten gehen am Pommerschen Landesmuseum vorbei. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zwei Passanten gehen am Pommerschen Landesmuseum vorbei. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Staatliche Museum Schwerin und das Regionalmuseum Neubrandenburg halten derzeit vergleichsweise hochkarätige Ausstellungen vor, die wegen der Corona-Pandemie kein Besucher sieht. Mitte März mussten die Häuser zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließen.

Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald konnte seine Sonderausstellung «Baltic Memories» mit Werken von Lyonel Feiniger (1871-1956) noch absagen, bevor Leihgaben ins Haus kamen, wie Museumssprecherin Julia Kruse berichtete.

Viel Arbeit war dennoch schon investiert: Gezeigt werden sollten von Anfang April bis 5. Juli Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken. 2019 waren 30 Grafiken Feiningers von der Galerie Moeller Fine Art aus New York an die Ostsee zurückgekehrt, dank der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Stiftung der Sparkasse Vorpommern.

Die Neuerwerbungen sollten zusammen mit dem eigenen Bestand, ergänzt um Leihgaben aus Museen und Privatsammlungen erstmals präsentiert werden. Nun wird die Ausstellung laut Museum im nächsten oder auch erst übernächsten Jahr nachgeholt.

Der Neubrandenburger Museum hatte seinem Leiter Rolf Voß zufolge die Ausstellung «Blutiges Gold - Macht und Gewalt» fertig aufgebaut, als die Anordnung zur Schließung kam. Die Schau zeigt Fundstücke von einem Schlachtfeld im Tollensetal, wo vor mehr als 3000 Jahren hunderte Männer mit Pfeil und Bogen, Lanzen, Schwertern, Dolchen und Keulen kämpften. Mindestens 140 von ihnen starben.

Bei Ausgrabungen wurden menschliche Knochen, Waffen und Ausrüstungsgegenstände, Importgüter wie Gold, Seide und Glasperlen, Spiralringe, Gewandnadeln und eine Gürteldose gefunden. Die Ausstellung mit den Leihgaben des Archäologischen Landesmuseums sollte bis zum 1. Juni zu sehen sein. Voß hofft nun, dass sie verlängert wird - falls die Museen in diesem Sommer überhaupt wieder öffnen dürfen. Die nachfolgende Ausstellung sei jedenfalls schon gecancelt, zumindest für dieses Jahr, sagte er.

In Schwerin war die Ausstellung zum 90. Geburtstag des in Mecklenburg geborenen Künstlers Günther Uecker seit Ende Februar immerhin einige Wochen zu sehen, bevor das Museum schließen musste. Museumssprecherin Heidemarie Otto sagte, die Schau mit 30 Werken werde verlängert. Konkrete Termine stünden jedoch noch nicht fest.

Im Otto-Niemeyer-Holstein-Archiv in Koserow auf Usedom läuft die Saisonvorbereitung trotz der Schließung. Für die Ausstellung «Usedom - Auf den Sturen Otto Niemeyer-Holsteins» seien Leihgaben aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland und der Berlinischen Galerie, der Kunsthalle Rostock und des Stadtmuseums Wolgast angeliefert worden. Leiterin Franka Keil ist zuversichtlich, in diesem Sommer noch Besucher empfangen zu können.

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