Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Verbände legen Papier für Neustart des Tourismus in MV vor

14.04.2020 - Die Tourismusbranche macht sich Gedanken, wie eine Rückkehr zur Normalität nach der Corona-Pandemie aussehen könnte. Klar ist, dass der Weg lang sein wird.

  • Tobias Woitendorf, Pressesprecher des Landestourismusverbandes, spricht. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Tobias Woitendorf, Pressesprecher des Landestourismusverbandes, spricht. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Tourismusverband und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Mecklenburg-Vorpommern haben eine Lösungsskizze für den Neustart des Tourismus nach der Corona-Pandemie erarbeitet. Das Papier sei der Staatskanzlei und dem Wirtschaftsministerium in Schwerin am Montag übergeben worden, sagte Tourismusverbandschef Tobias Woitendorf am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe um erste Vorschläge, Vorrang habe der Gesundheitsschutz, sagte der Geschäftsführer.

Die beiden Verbände schlagen eine Rückkehr zur Normalität in drei Phasen vor. Weitgehend ausgearbeitet sei aber nur der erste Teil von Phase eins. Darin gehe es um die schrittweise Lockerung der Verbote dort, wo Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und die Kapazitäten begrenzt werden können. Open Air Festivals gehörten sicherlich nicht dazu, meinte Woitendorf.

Welche Anbieter als erstes wieder öffnen könnten, dazu wollte er sich nicht äußern. Das Papier versuche, die speziellen Bedürfnisse der touristischen Anbieter mit den gesundheitlich erforderlichen Aspekten zum Schutz der Bevölkerung und der Reisenden in Einklang zu bringen. Einer Branchenumfrage von vergangener Woche zufolge können 60 Prozent der Tourismusunternehmen im Falle weiterer Einschränkungen über den 19. April hinaus ihre Betriebe nur noch zwei Monate aufrechterhalten. Nur zwölf Prozent gaben an, bis zum Jahresende oder länger durchhalten zu können. «Die Betroffenheit der Branche im Land ist sehr groß», sagte Woitendorf.

Der Vorsitzende das Tourismusverbands Rügen, Knut Schäfer, fordert für die schrittweise Rückkehr zur Normalität ein deutschlandweit abgestimmtes Vorgehen, damit die Touristen auch anreisen können. Der Vorschlag des Landestourismusverbands, die Sommerferien auf August und September zu verschieben, sei sehr gut. Schäfer rechnet mit einer großen Nachfrage nach Reisen. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es Freiraum und Möglichkeiten, die Natur zu genießen, was viele Menschen jetzt vermissen würden. In den Tourismusregionen sei jedoch eine abgestimmte Besucherlenkung erforderlich. Ob sich der Vorschlag umsetzen lasse, Touristen mit einem Attest einreisen zu lassen, dass sie frei von Covid-19 sind, ließ er offen.

Schäfer ist auch Geschäftsführer der Weißen Flotte mit Sitz in Stralsund. Die Ausflugsflotte ist nach seinen Worten noch im Winterschlaf. Von den knapp 200 Mitarbeitern seien viele in Kurzarbeit. Das Unternehmen betreibt 28 Ausflugsschiffe und Fähren. Derzeit fahren nur die Fähren des Öffentlichen Personennahverkehrs. Das sind die Warnowfähre in Rostock, die Fähre nach Hiddensee, die Wittower Fähre auf Rügen sowie die Fähre in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und vier Elektrofähren in Berlin.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren