Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Verband: Sechs stillgelegte Bahnstrecken reaktivieren

20.05.2019 - Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Mehr als 230 Kilometer stillgelegte Bahnstrecken lassen sich aus Sicht zweier Verkehrsverbände im Nordosten ohne allzu großen Aufwand reaktivieren. Bundesweit seien es mehr als 3000 Kilometer, teilten der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und Allianz pro Schiene am Montag in Berlin mit. Das würde den Personenverkehr der Bahn verbessern, weil sich damit zahlreiche Lücken im deutschen Schienennetz schlössen.

  • Das Gleis einer stillgelegten Bahnstrecke ist in der Nähe einer Ortsumgehungsstraße unterbrochen. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Gleis einer stillgelegten Bahnstrecke ist in der Nähe einer Ortsumgehungsstraße unterbrochen. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Mecklenburg-Vorpommern nennen sie sechs Abschnitte: die Darßbahn zwischen Barth und Prerow sowie die teilweise länderüberschreitenden Verbindungen Swinemünde (Swinoujscie)-Ducherow über die Karniner Brücke, Hagenow-Ratzeburg, Meyenburg-Güstrow, Mirow-Wittstock sowie Parchim-Malchow, die 2015 vom Land aufgegebene «Südbahn». Der Verkehr auf den Strecken endete zwischen 1945 und 2015.

Bundesweit machten die Verbände 186 Streckenabschnitte aus, die in den vergangenen Jahrzehnten stillgelegt wurden und bei denen es sich lohne, sie wieder in Betrieb zu nehmen. Die Abschnitte sind zwischen einem und 60 Kilometer lang und vor allem für den Personenverkehr gedacht. Aber auch Güterverkehrsstrecken sind dabei. Nähme man die alle wieder in Betrieb, ließe sich das gesamte deutsche Schienennetz um acht Prozent erweitern, sagte ein VDV-Sprecher.

Nicht mehr genutzte Bahnstrecken wieder in Betrieb zu nehmen, könnte ein Schritt zur Umsetzung des Projekts «Deutschlandtakt» sein, mit dem das Bundesverkehrsministerium die Schiene stärken will. Für Bahnreisende soll in den nächsten Jahren ein grundlegend neues System mit besser abgestimmten Umsteige-Verbindungen aufgebaut werden. Das Zugfahren soll so pünktlicher und schneller werden, das Erreichen der Anschlüsse direkter und verlässlicher.

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hat Forderungen nach Wiederaufnahme des regulären Zugverkehrs auf der Südbahn zwischen Parchim und Malchow wiederholt zurückgewiesen. Die Strecke sei zu wenig genutzt gewesen. Seither fahren dort Busse.

Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, Jutta Wegener, begrüßte die Vorschlagsliste für die Reaktivierung von Bahnstrecken. «Gerade der Lückenschluss Zarrentin-Ratzeburg würde eine enorme Verbesserung im öffentlichen Nahverkehr bedeuten», sagte sie. Die Karniner Brücke und die Reaktivierung der Darßbahn seien wichtige Forderungen, um gerade im Sommerferienverkehr den Touristen einen attraktive Alternative zum Auto zu bieten.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren