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Verdächtiger nach Vorfall in Ausländerbehörde wieder frei

20.09.2019 - Wismar (dpa/mv) - Einen Tag nach dem aufsehenerregenden Vorfall in der Wismarer Ausländerbehörde, bei dem ein Mann sein mutmaßlich eigenes Baby rund fünf Stunden in der Gewalt hatte, ist der Tatverdächtige am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der 22-jährige Ghanaer habe die Nacht in Polizeigewahrsam verbracht. Nach der Vernehmung wegen des Vorwurfs der Nötigung und einer erkennungsdienstlichen Behandlung sei er in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schwerin wieder entlassen worden. Es lägen keine Haftgründe vor, hieß es.

  • Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Spezialeinsatzkräfte der Polizei hatten den Mann am Donnerstagabend nach mehrstündigen Verhandlungen schließlich überwältigt und das Kind befreit, das wohlauf sei. Nach Behördenangaben war der Mann mit der Mutter des zwei Monate alten Jungen in die Ausländerbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg gekommen. Er habe einen Test gefordert, um seine Vaterschaft zu beweisen und in Deutschland bleiben zu können.

Gegen 14.00 Uhr eskalierte laut Polizei die Situation. Der Mann habe das Kind in seine Gewalt gebracht und auf die Annäherung der Polizei aggressiv reagiert. Daraufhin sei das Gebäude abgeriegelt worden. Am Abend, kurz vor 21 Uhr, gab es schließlich Entwarnung. Der unbewaffnete Mann hatte einer herbeigerufenen Ärztin das Kind für einen Check übergeben - diesen Moment nutzten Spezialkräfte einer Polizeisprecherin zufolge und überwältigte ihn.

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