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Verdächtiges Pulver stört Gerichtsbetrieb in Schwerin

03.06.2019 - Ausnahmezustand im Amts- und Landgericht Schwerin: In der Poststelle rieselt Pulver aus einem Päckchen ohne Absender. Die Feuerwehr übernimmt für zwei Stunden das Kommando.

  • Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: H.- C. Dittrich/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: H.- C. Dittrich/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Erneut hat ein Päckchen mit einem verdächtigen Pulver in einem öffentlichen Gebäude Mecklenburg-Vorpommerns den Betrieb für mehrere Stunden gestört. Am Montag war das Amt- und Landgericht in Schwerin betroffen.

Am Morgen rieselte in der Poststelle aus einem Päckchen ohne Absender ein kristallines Pulver, wie die Polizei berichtete. Die Feuerwehr rückte an. Die fünf Mitarbeiter, die Kontakt zu dem Päckchen hatten oder sich zu dem Zeitpunkt in der Poststelle befanden, wurden medizinisch untersucht, die Poststelle abgesperrt. Auch das Foyer des Gerichtsgebäudes war zeitweise gesperrt, der Zugang nicht möglich, wie ein Gerichtssprecher sagte. Daraufhin sei eine Verhandlung am Landgericht vorzeitig beendet worden, eine andere habe später als geplant begonnen.

Nach zwei Stunden gaben die Spezialisten der Feuerwehr Entwarnung: Das Pulver sei harmlos, hieß es. Auch die betroffenen fünf Mitarbeiter klagten demnach nicht über Gesundheitsbeschwerden. Gegen 11.00 Uhr rückte die Feuerwehr ab, und der Gerichtsbetrieb konnte uneingeschränkt weiterlaufen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen Unbekannt wegen Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Immer wieder gehen in offiziellen Stellen in Deutschland Briefe oder Päckchen mit unbekanntem Pulver ein. Bisher erwiesen sich die Substanzen stets als harmlos. In den USA hatten Briefe jedoch auch schon potenziell tödliche Milzbrand-Erreger (Anthrax) in Pulverform enthalten.

Zuletzt waren in Schwerin im Februar die Stadtverwaltung und im Mai die Staatskanzlei von verdächtigen Postsendungen betroffen gewesen. In der Staatskanzlei stellte sich später heraus, dass sich Verpackungsmaterial eines Paketes aufgelöst hatte und als Pulver herausgerieselt war. Kurz vor der Kommunalwahl erhielt ein AfD-Kommunalpolitiker in Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) einen Pulver-Brief.

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