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Videounterricht im Nordosten soll im März voranschreiten

18.02.2021 - Es läuft bereits das zweite Schuljahr unter Corona-Bedingungen in Mecklenburg-Vorpommern. Oft werden Aufgaben herumgeschickt, Lehrer und Schüler sehen sich digital aber nur selten. Das soll sich in wenigen Wochen ändern.

  • Bettina Martin (SPD), die Kultusministerin von Mecklenburg-Vorpommern, steht im Landtag. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bettina Martin (SPD), die Kultusministerin von Mecklenburg-Vorpommern, steht im Landtag. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Videounterricht für viele Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern soll schon bald einen kräftigen Schub bekommen. Für die zweite Märzwoche ist die Einführung einer entsprechenden Funktion bei dem Lernmanagementsystem geplant, wie das Bildungsministerium am Donnerstag in einer Online-Pressekonferenz ankündigte. Damit könnten sich Lehrer und Schüler dann sehen und einfacher austauschen.

Zunächst ist demnach ein rund sechswöchiger Testbetrieb geplant, danach soll es in den Regelbetrieb übergehen. Laut Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) haben rund 70 Prozent der landesweiten Schulen Zugangsdaten für dieses System. Die Nutzung ist jedoch nicht verpflichtend für Schulen, daher können auch andere Programme genutzt werden.

Das Land hatte im vergangenen Jahr die Plattform «itslearning» eingeführt, über die Schüler und Lehrer kommunizieren können. Zudem kann dort Unterrichtsmaterial bereitgestellt und abgerufen werden. Die fehlende Videofunktion hatte zuvor für Kritik gesorgt.

«Schule muss in Präsenz stattfinden», betonte Martin. Alternativen wie Lernen von zu Hause aus könnten dies nicht ersetzen. Im Zuge der Corona-Pandemie habe das Bundesland einen großen Schritt bei der Digitalisierung gemacht. Es laufe jedoch nicht alles perfekt, was das Thema betreffe - dies hätten die vergangenen Monate gezeigt.

Im Zuge der Corona-Pandemie hatte es immer wieder deutliche Kritik von Oppositionsparteien und Verbänden an der nur langsam voranschreitenden Digitalisierung gegeben. So wurden etwa fehlende Laptops für das Lernen von zu Hause aus bemängelt, wie auch zu langsame Internetverbindungen.

Die Ministerin verwies auf die 80 Millionen Euro, die im Nachtragshaushalt für dieses und kommendes Jahr insgesamt für die Digitalisierung an Schulen vorgesehen sind. Rund ein Viertel dieser Summe sei für Fortbildungen der Lehrerinnen und Lehrer bestimmt. Zudem stünden bis 2024 im sogenannten Digitalpakt Schule rund 110 Millionen Euro für die digitale Ausstattung bereit. Etwa 90 Prozent dieser Summe kommen den Angaben zufolge vom Bund, zehn Prozent vom Land.

Die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg, kritisierte die am Donnerstag vorgestellte Digitalisierungsstrategie: «Der digitale Flickenteppich, fehlendes Internet und vielerorts unterschiedliche Unterrichtsmöglichkeiten bleiben auf der Tagesordnung. Eine landesweit einheitliche Infrastruktur, erreichbar für jede Schule, für jede Schülerin und jeden Schüler, bleibt Zukunftsmusik.» Die vorgestellte Strategie enthalte nichts Neues. «Da wurden längst bekannte Vorschläge und Maßnahmen zusammengeschustert und ein weiteres Mal verkauft.»

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