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Ermittlungen im Fall Maria gehen weiter

17.04.2019 - Zwei junge Männer werden des Mordes an der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz verdächtigt. Während sie in U-Haft sitzen, gehen die Ermittlungen weiter. Die Tatwaffen sind noch nicht gefunden.

  • Ein Polizeiauto steht vor einem Haus, in dem eine junge Frau namens Maria tot aufgefunden wurde. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeiauto steht vor einem Haus, in dem eine junge Frau namens Maria tot aufgefunden wurde. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Stralsund/Zinnowitz (dpa/mv) - Nach der Festnahme zweier Mordverdächtiger im Fall der 18-jährigen Maria auf Usedom suchen die Ermittler nun nach zwei Tatwaffen. Das Mädchen war vor vier Wochen in Zinnowitz erstochen worden. Der stellvertretende Leiter der Staatsanwaltschaft Stralsund, Sascha Ott, sagte am Mittwoch, die 19 und 21 Jahre alten Männer würden des gemeinschaftlichen Mordes verdächtigt. Sie hätten in den polizeilichen Vernehmungen die Tat nicht bestritten. Seit Dienstag sitzen beide in Untersuchungshaft.

Zum Motiv für die Tat wollte sich Ott nicht äußern. Die Informationen aus den polizeilichen Vernehmungen hätten aber dazu geführt, dass die Staatsanwaltschaft den Antrag auf Haftbefehl auf den Verdacht des Mordes gründete. Dem sei der Haftrichter gefolgt.

Durch die einmonatige Ermittlungsarbeit, die Vernehmung von mehr als 120 Menschen aus dem Umkreis der Getöteten, die Auswertung von Kommunikationsdaten und Spuren in der Wohnung seien unglaublich viele Informationen zusammengekommen. «Die Polizei ist ins Schwitzen gekommen angesichts der Unzahl von Spuren», sagte Ott. Schließlich hätten so viele Indizien für eine Täterschaft des 21-Jährigen gesprochen, dass ein Haftbefehl ausgestellt worden sei. Durch eine spontane Äußerung des Mannes bei der Vollstreckung sei auch der 19-Jährige ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft geraten.

Die Ermittlungen sind dem Staatsanwalt zufolge längst nicht beendet. Um den Tatverdacht zu erhärten, müssten weitere Spuren ausgewertet und Beweismittel wie die Tatwaffen gesucht werden. «Wir würden gern zeitnah Anklage erheben», sagte Ott. Die U-Haft darf in der Regel höchstens sechs Monate dauern.

Mord unterscheidet sich juristisch von Totschlag durch Merkmale wie niedrige Beweggründe, den Einsatz gemeingefährlicher Mittel oder die Absicht, eine andere Straftat zu verdecken.

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