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Volle Strände, volle Straßen und Gefahr im Wasser

28.07.2019 - An den Stränden herrscht am Wochenende Hochbetrieb, auf den Autobahnen stockt der Verkehr. Die DLRG warnt vielerorts vor gefährlicher Strömung - doch viele Badegäste ignorieren die roten Flaggen.

  • Es staut sich der Verkehr. Foto: Frank Rumpenhorst/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Es staut sich der Verkehr. Foto: Frank Rumpenhorst/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kiel/Schwerin (dpa) - Ferienzeit, die Sonne strahlt und das kühle Wasser lockt - auf den Autobahnen ist der Verkehr im Norden am Wochenende deshalb teilweise zum Erliegen gekommen. Während Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern von größeren Staus verschont blieben, steckten Autofahrer in Hamburg und Schleswig-Holstein teils lange im Verkehr fest. Es waren vielerorts nur noch vereinzelt Strandkörbe zu bekommen. Doch die teils gefährliche Strömung trübte das Badevergnügen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) musste an mehreren Stränden die rote Flagge hissen.

«Leider gibt es viele Badegäste, die trotzdem ins Wasser gehen», sagte ein Sprecher der DLRG-Scharbeutz. In Schleswig-Holstein galt etwa in Scharbeutz, am Timmendorfer Strand und zwischenzeitlich auch in Niendorf Badeverbot. In Sierksdorf und Haffkrug signalisierte die gelbe Flagge, dass sich nur versierte Schwimmer ins Wasser wagen sollen. Trotz der Warnungen war der Samstag laut der DLRG Scharbeutz der bisher einsatzreichste Tag der laufenden Badesaison. Viele Menschen hätten aus den Wellen gerettet werden müssen - zum Teil unter hoher persönlicher Gefahr für die Rettungsschwimmer.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde wegen starker Strömung beispielsweise am Strand von Prerow zwischenzeitlich die gelbe Flagge gehisst. Einsätze hätte es aber trotz vieler Badegäste kaum gegeben, sagte ein Verantwortlicher der DLRG-Ortsgruppe. Ähnlich voll war der Strand in Graal Müritz - dort blieb das Meer nach Angaben der DLRG ebenso wie in Wustrow ruhig.

Die Strandkorbvermieter profitierten vom schönen Wetter. Vereinzelt seien noch Strandkörbe frei, aber der Großteil sei ausgebucht, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Strandkorbvermieter Schleswig-Holstein, Hans-Jörg Borgwardt. Wer sich an einem heißen Tag am Timmendorfer Strand einen Strandkorb sichern wolle, solle daher am besten schon um 8.00 Uhr morgens aufkreuzen. Insgesamt sei die Sommersaison für die Branche bislang aber wetterbedingt enttäuschend verlaufen: «Der Mai war ganz schlecht, der Juni mittelmäßig und die erste Julihälfte auch eher schwach» sagte er.

Auf den Autobahnen löste der Ferienbeginn in Süddeutschland und das Sommerwetter Staus aus. «Die heißen Temperaturen haben dazu geführt, dass sich auch viele Kurzentschlossene auf den Weg in Richtung Meer gemacht haben», sagte der Sprecher des ADAC Hansa, Christian Hieff. Besonders auf der A1 bei Lübeck und auf der A7 sei der Verkehr insbesondere am Samstag immer wieder zum Erliegen gekommen.

Zwischen dem Dreieck Südwest und Schnelsen-Nord gab es am Samstag auf einer Strecke von mehr als 13 Kilometern kaum ein Durchkommen für die Fahrer. Auf der A1 kam es am Samstag zwischen dem Maschener Kreuz und Ahrensburg auf einer Strecke von mehr als 30 Kilometern zu Stau und stockendem Verkehr. Etwas mehr Glück hatten hingegen Autofahrer, die in Mecklenburg-Vorpommern zur Ostseeküste fuhren. Dort stockte der Verkehr nur gelegentlich, wie am Samstag auf der A20 Richtung Rostock zwischen den Anschlussstellen Grimmen-West und Tribsees auf rund zwei Kilometern. In der Gegenrichtung waren es zwischen Bad Sülze und Tribsees rund fünf Kilometer.

Obwohl die Lage am Sonntag etwas ruhiger war, bildeten sich stellenweise längere Staus: Zwischen Quickborn und dem Hamburger Elbtunnel staute sich der Verkehr auf der A7 am Mittag auf einer Strecke von bis zu 18 Kilometern, in der Gegenrichtung ab dem Dreieck Hamburg-Südwest war der Stau zehn Kilometer lang. Auf der A1 in Richtung Süden steckten Autofahrer zwischen Stapelfeld und Hamburg-Öjendorf auf einer Strecke von zehn Kilometern im Verkehr fest.

Die Staus auf den Hauptferienrouten an diesem Wochenende waren vom Autoclub ADAC erwartet worden. In den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg haben gerade die Schulferien begonnen. Gleichzeitig läuft der Rückreiseverkehr von Nord- und Ostsee und Skandinavien nach Süden.

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