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Weitere Corona-Verschärfungen in Mecklenburg-Vorpommern

20.01.2021 - Lockerungen der Corona-Regeln sind angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen nicht in Sicht. Die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns müssen sich auf weitere Verschärfungen einstellen.

  • Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht bei einer Sitzung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht bei einer Sitzung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Änderungen bei der Maskenpflicht und mehr Kitas und Schulen nur mit Notbetreuung: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden in Mecklenburg-Vorpommern weiter verschärft. Sie sollen zunächst bis zum 14. Februar gelten, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstagabend in Schwerin nach den Bund-Länder-Beratungen mitteilte. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, steige wegen der Virus-Mutationen um ein Vielfaches, sagte die Regierungschefin zur Begründung der neuen Regelungen.

Die Kitas und Schulen in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Ludwigslust-Parchim dürfen vom kommenden Montag an nur noch für eine Notbetreuung öffnen. Grund sind die hohen Infektionszahlen von mehr als 150 je 100 000 Einwohner in sieben Tagen in diesen Landkreisen, wie Schwesig sagte. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der zeitweise eine Inzidenz von über 200 hatte, gilt die weitergehende Einschränkung bereits.

Die Eltern in den betroffenen Landkreisen können ihre Kinder bis Klasse 6 nur noch dann in Kita, Schule oder Hort bringen, wenn sie in einem systemrelevanten Beruf arbeiten. Für die Abschlussklassen bleibe der Präsenzunterricht aber weiter landesweit möglich, betonte Schwesig.

In den anderen Landkreisen sowie in Schwerin und Rostock bleiben die Kitas und Schulen bis Klasse 6 grundsätzlich für alle Kinder geöffnet. Dort sind die Infektionszahlen niedriger. Allerdings sind die Eltern überall dringend gebeten, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Ab Klasse 7 lernen alle Schüler in MV zu Hause lernen.

Verschärft wird demnach die Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften. Dort müssen Menschen künftig OP-Masken oder FFP2-Masken tragen. Es müssten keine FFP-2-Masken sein, betonte die Ministerpräsidentin. Die einfachen OP-Masken seien viel sicherer als Alltagsmasken und gut käuflich zu erwerben, auch für einen fairen Stückpreis.

«Wir raten dennoch, dass dort, wo es möglich ist, auch FFP2-Masken getragen werden sollen, also die Besseren», sagte Schwesig weiter. Diese böten einen maximalen Schutz und seien bereits an Risikopatienten, vor allem an ältere Menschen, verteilt worden. «Wir haben selber davon 2,6 Millionen Stück im Lager und wollen diese FFP2-Masken auch an die Bevölkerung verteilen und schauen, dass wir mit einer weiteren Bestellung auch nochmal bestimmte Bereiche besser ausstatten.» Wie die Verteilung erfolgen soll, war am Dienstagabend zunächst noch unklar. Das Innenministerium hatte am Montag bereits mitgeteilt, dass weitere fünf Millionen FFP2 und eine Million OP-Masken bestellt worden seien.

Die Ministerpräsidentin äußerte erneut ihren Unmut darüber, dass nach ihrer Auffassung die Wirtschaftshilfen des Bundes für Unternehmen nicht schnell genug fließen würden. Sie stellte in Aussicht, dass das Land prüfen werde in Vorkasse zu gehen, wo der Bund nicht schnell genug zahle.

Schwesig sagte weiter, dass die Bewohner und Mitarbeiter in Pflegeheimen möglichst noch im verbleibenden Januar die zweite Corona-Impfung erhalten sollen.

Kritik äußerte die AfD-Fraktion. «Kein Licht am Ende des Tunnels. Von Woche zu Woche schlittern wir von einer Lockdown-Verlängerung in die Nächste. Immer neue und weiterreichende Regelungen. Ein Wettkampf der Verbotsverordnungen in Deutschland», sagte der Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer.

«Jetzt kommt es darauf an, diese Maßnahmen konsequent umsetzen und nicht gleich nach neuen Maßnahmen zu rufen», sagte die Linken-Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg vor einer Einigung auf ein Beschlusspapier der Bund-Länder-Beratungen.

In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag indes 18 weitere Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl auf 327, wie aus dem Lagebericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hervorgeht. Es registrierte 365 neue Corona-Infektionen, das waren 68 weniger als vor einer Woche. Damit stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen seit März landesweit auf 17 261. Als genesen gelten mittlerweile 13 409 Betroffene.

Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100 000 Einwohner sank leicht auf 117,8. Laut Lagus liegt dieser bundesweit bei 131,5. Acht andere Bundesländer haben demnach geringere Werte. MV gehörte über viele Monate in der Pandemie zu den Bundesländern mit den geringsten Werten.

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