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Weniger Existenzgründungen: Wirtschaft plant Wiederbelebung

19.09.2019 - Neubrandenburg (dpa/mv) - Mit einem Bündel von Projekten soll in Mecklenburg-Vorpommern die stark rückläufige Zahl bei Existenzgründungen wieder deutlich gesteigert werden. «Wir werden Gründern den roten Teppich ausrollen», sagte der Präsident der IHK in Neubrandenburg Wolfgang Blank beim Wirtschaftsempfang vor rund 400 Gästen am Donnerstag. So plane das Land «Digitale Innovationszentren», unter anderem in Greifswald und Neubrandenburg, und die Kammer werde Geldgeber mit potenziellen Existenzgründern zusammenbringen sowie einen Wettbewerb unter dem Motto «Start up and fly» starten. Zudem wollen drei Hochschulen über das Bundeswirtschaftsministerium ein gemeinsamen Projekt für «Start-up-Unternehmen» anschieben.

  • Zahlreiche Broschüren zum Thema Existenzgründung liegen auf einem Tisch. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zahlreiche Broschüren zum Thema Existenzgründung liegen auf einem Tisch. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hintergrund ist der Rückgang von Existenzgründungen: Seit 2010 ging ihre Zahl von 6600 auf rund 3900 Gründerfirmen im Jahr 2018 im Nordosten zurück. Damit liege Mecklenburg-Vorpommern nur noch auf Platz 14 bundesweit. Blank rief auch Unternehmen im Nordosten dazu auf, stärker mit solchen Jungunternehmern zusammenzuarbeiten. Von der Kreativität junger Start-up-Firmen könnten beide Seiten profitieren. Investieren in solche Kreativfirmen sei kein Glücksspiel, sondern man investiere in Menschen aus dieser Region, die das Land bereicherten.

Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) kündigte eine Stärkung der Hochschulstandorte an und stellte auch großzügige Förderungen für Gründer in Aussicht.

Blank ergänzte, ein Besuch in China habe ihm gezeigt, dass dort viele Kleinfirmen oder Gründer eng mit großen Firmen kooperieren. Dort sei es auch nicht verrufen, selbstständig tätig zu sein. Die Chinesen seien wissbegierig und offen für Neues. «Auch wir brauchen wieder ein positiveres Unternehmerbild», sagte Blank. Noch zu oft sei die Angst vor dem Scheitern größer als vor dem Gründen.

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