Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Weniger Opfer von häuslicher Gewalt suchten Hilfe

26.05.2020 - In Mecklenburg-Vorpommern haben im vergangenen Jahr etwas weniger Opfer von häuslicher Gewalt Hilfe in Beratungsstellen und Schutzeinrichtungen gesucht. Dort seien 4531 Fälle von Gewalt gegen Erwachsene erfasst worden, wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Dienstag in Schwerin mitteilte. Im Jahr davor hatten demnach 4593 Menschen Schutz und Unterstützung durch das Beratungs- und Hilfenetz gegen häusliche und sexualisierte Gewalt erhalten. Zu dem Netz gehören neun Frauenhäuser, fünf Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking sowie 20 Beratungsstellen, darunter eine für Opfer von Menschenhandel.

  • Stefanie Drese (SPD), Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stefanie Drese (SPD), Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die meisten Betroffenen sind Frauen. Im vergangenen Jahr wandten sich den Angaben zufolge 4117 Frauen, 406 Männer und acht Personen diversen Geschlechts (oder ohne Angabe) an die Stellen. Die Fälle reichten von Beleidigungen, Einschüchterungen und Bedrohungen über physische und sexuelle Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigung und Mord.

Zudem seien im vergangenen Jahr 4153 Kinder und Jugendliche im Beratungs- und Hilfenetz bekannt geworden, die mit häuslicher oder sexualisierter Gewalt, Menschenhandel oder Zwangsprostitution konfrontiert waren. Auch hier gab es einen leichten Rückgang: 2018 waren es 4210 betroffene Kinder.

Sozialministerin Drese unterstrich, dass die Zahlen nur Daten von Menschen umfassen, die sich an das Netzwerk gewandt haben. «Die Dunkelziffer bei häuslicher und sexualisierter Gewalt bleibt weiterhin hoch», sagte sie. Offen sei, ob die besondere Belastung von Familien durch die Corona-Krise im nächsten Bericht zu höheren Zahlen führen werde. Bisher gebe es dafür keine Anhaltspunkte.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren