Wieder Impfungen für Menschen ab 60 mit Astrazeneca

09.04.2021 Über Ostern hatte es großen Andrang bei Impfaktionen für Menschen ab 60 Jahren gegeben. An diesem Wochenende gibt es weitere Angebote. Einige Landkreise gehen einen anderen Weg.

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei der Impfung gegen das Coronavirus setzen mehrere Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern auf zusätzliche Angebote für Menschen ab 60 Jahren. Am Samstag soll es nach Angaben der Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald entsprechende Impfmöglichkeiten in Neubrandenburg, Demmin und Mirow sowie in Greifswald und Pasewalk geben. Dabei soll der Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz kommen. Während Vorpommern-Greifswald ganz ohne Anmeldung impfen will, verwies die Seenplatte-Verwaltung darauf, dass man sich auch einen Termin über die Hotline reservieren kann.

Bereits am Freitag war eine Impfaktion ohne vorherige Terminvergabe in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) angelaufen, wo nach Angaben des Landkreises täglich bis zu 300 Menschen geimpft werden können. Bei einer ähnlichen Aktion am Ostermontag in Wismar hatten sich trotz Schneetreiben lange Warteschlangen gebildet. Laut Landkreis waren mehr als 900 Menschen geimpft worden. Ein weitere solche Aktion sei für den 17. April in beiden Impfzentren in Wismar und Grevesmühlen geplant, wo zusammen noch einmal rund 1000 Impfungen veranschlagt seien.

Vorpommern-Greifswald hofft auf mehr als 1000 Impfwillige am Samstag. An der Seenplatte waren am Karsamstag schon mehr als 960 Menschen vorrangig mit dem Astrazeneca-Impfstoff versorgt worden.

Die Ständige Impfkommission hatte den Astrazeneca-Impfstoff zuletzt erst für Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Grund für die Einschränkung waren unter anderem seltene Fälle von Hirnvenenthrombosen vor allem bei jüngeren Frauen nach einer Impfung mit dem Serum.

Die Hansestadt Rostock hatte bereits für Donnerstag und Freitag zusätzliche Impftermine angeboten. Demnach seien mit Stand vom Donnerstag allein für Freitag mehr als 1000 Impftermine mit Astrazeneca an Menschen ab 60 vermittelt worden. Der Landkreis Vorpommern-Rügen habe Bestände des Impfstoffes zur Verteilung an Hausärzte abgegeben. Die Verunsicherung sei groß. Man sei dankbar, dass die Hausärzte mit ihrem Vertrauensverhältnis zu den Patienten hierauf eingehen könnten. Auch der Landkreis Ludwigslust-Parchim baut nach eigenen Angaben Impfstoff durch Weitergabe an Hausärzte ab.

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