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Wohnhaus von Linke-Landtagsabgeordneter erneut angegriffen

26.04.2020 - Die Landtagsabgeordnete Karen Larisch ist bekannt dafür, dass sie Rechtsextremisten die Stirn bietet. Ihre Gegner reagieren zuweilen mit ungesetzlichen Mitteln, wie Larisch erneut erfahren musste.

  • Karen Lawisch steht in einem Gemeindezentrum in Güstrow. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Karen Lawisch steht in einem Gemeindezentrum in Güstrow. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Wohnhaus der Landtagsabgeordneten Karen Larisch von der Linksfraktion in Güstrow ist erneut Ziel eines Anschlags geworden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde der Briefkasten mutwillig zerstört. Er sei offenkundig gesprengt worden. In unmittelbarer Nähe des von drei Parteien bewohnten Hauses sei zudem ein Graffiti angebracht worden. Zudem sei der Gedenkstein an der ehemaligen Synagoge mit einer antisemitischen Parole sowie einem verbotenen rechtsextremen Symbol beschmiert worden.

Die Sachbeschädigung und die Schmierereien wurden laut Polizei nach Zeugenhinweisen am späten Samstagabend gegen 23.00 Uhr entdeckt. Die Inhalte der Graffiti ließen einen politisch motivierten Hintergrund der Taten vermuten, die vermutlich auch zusammenhingen, teilte die Polizei weiter mit. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, Sachbeschädigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Linksfraktionschefin Simone Oldenburg zeigte sich trotz der noch ungeklärten Täterschaft überzeugt, dass die Verursacher aus dem rechten Spektrum stammen. «Wir sind entsetzt über die wiederholten feigen rechtsextremistischen Anschläge auf unsere Abgeordnete Karen Larisch», heißt es in einer Erklärung Oldenburgs.

Sie verwies darauf, dass Larisch wegen ihres Engagements gegen Rassismus und rechte Gewalt ständig Drohungen ausgesetzt sei. Verbalattacken und die Zerstörungen privater und dienstlicher Räume seien Ausdruck der stumpfen Ideologie der mutmaßlichen Täter. «Weder meine Fraktion noch Karen Larisch lassen sich davon einschüchtern», betonte Oldenburg.

«Wenn zeitgleich das jüdische Gemeindehaus in Güstrow mit antisemitischen Parolen beschmiert wird, wird deutlich, wie richtig und wichtig es ist, dass alle demokratischen Kräfte nicht nachlassen dürfen, gegen Rassismus, Antisemitismus, Gewaltverherrlichung und Rechtsextremismus vorzugehen» erklärte Oldenburg.

Larisch selbst gab an, regelmäßig auch Morddrohungen zu erhalten. Kritisch äußerte sie sich zur Strafverfolgung. So vermisse sie bei der Staatsanwaltschaft die nötige Konsequenz, Tatverdächtige auch zu befragen.

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