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Wohnungsbau droht Delle: Weniger Baugenehmigungen

19.10.2020 - Dem Wohnungsbau in Mecklenburg-Vorpommern droht eine Delle. Die Zahl der Baugenehmigungen für neue Apartments ist in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 5,7 Prozent auf 4321 zurückgegangen, wie aus einem Bericht des Statistischen Landesamtes vom Montag hervorgeht.

  • Ein Baugerüst steht an einem Neubau. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Baugerüst steht an einem Neubau. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In bereits bestehenden Gebäuden sind 64 Wohnungen weniger geplant und im Neubau 199 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Corona ist offensichtlich nicht die Ursache für das Minus: Von Januar bis April lagen die Genehmigungszahlen jeweils unter denen der Vorjahresmonate, während sie im Mai und Juli darüberlagen. Juni 2019 und 2020 waren fast gleichauf. Im August rutschten die Genehmigungszahlen wieder deutlich ins Minus. Im August 2020 genehmigten die Behörden den Bau von 516 Wohnungen, im August 2019 waren es 954 gewesen.

Im ersten Halbjahr 2020 hat die Zahl der Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern leicht zugenommen. Sie wuchs laut Statistischem Bundesamt um 0,1 Prozent. Als Hauptgrund gelten Zuzüge aus anderen Bundesländern.

Der Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Andreas Breitner, wertete die gesunkenen Genehmigungszahlen als «Vorboten einer unguten Entwicklung». Dabei dürfte aus seiner Sicht die unsichere Lage auf Grund der Corona-Pandemie durchaus eine Rolle spielen. Aber auch viele Signale aus der Politik machten Vermietern das Leben schwer. Dazu gehörten die Mietpreisbremse oder auch die Forderung nach Enteignungen.

Hinzu kämen deutlich gestiegene Baupreise, wodurch vor allem Anbieter preiswerter Wohnungen unter Druck gerieten. MV habe in den vergangenen Monaten verschiedene Förderprogramme aufgelegt, mit deren Hilfe der Bau bezahlbaren Wohnraums erleichtert werden soll. Das sei anerkennenswert, so Breitner. «Aber wie im Fußball gilt auch bei der Wohnungspolitik: Entschieden wird das Spiel auf dem Platz.»

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