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Bewährungsstrafe für Diebstahl: Messerangriff unbestätigt

24.02.2020 - Der Vorfall erwies sich dann doch als weniger schwerwiegend als zunächst angenommen. Statt eines Messerangriffs ging das Gericht von einer Rangelei vor dem Laptop-Diebstahls aus - mit erheblichen Folgen für das Strafmaß.

  • Das Gebäude des Landgerichts am Demmlerplatz. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Gebäude des Landgerichts am Demmlerplatz. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Wegen Diebstahls hat das Landgericht Schwerin einen 29-jährigen Mann zu zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Die Richter sahen es zum Prozessabschluss am Montag als erwiesen an, dass der Mann im Mai 2019 einem Bekannten einen Laptop entwendete. Der Vorfall hatte sich in einem hauptsächlich von ausländischen Arbeitskräften genutzten Hotel in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ereignet.

Nicht nachgewiesen werden konnte, dass der Angeklagte den Laptop-Besitzer bei dem Diebstahl mit einem Messer bedrohte und verletzte. Von diesem ursprünglichen Vorwurf war auch die Staatsanwaltschaft am Ende des Prozesses abgerückt. Eine solche Tat wäre als schwerer Raub mit mindestens fünf Jahren Haft bedroht gewesen. Mit dem Strafmaß von zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung entsprach das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Der Angeklagte hatte angegeben, mit dem anderen Mann erhebliche Mengen Alkohol getrunken und über Schulden in Streit geraten zu sein, wobei er ein Messer gezückt habe. Nach Ansicht des Gerichts gerieten die beiden in ein «Gerangel», bei dem das Opfer mehrere, aber keine gravierenden Verletzungen davontrug. Ein Rechtsmediziner kam in einem Gutachten zu dem Schluss, dass der Angeklagte nicht aktiv auf den anderen Mann eingewirkt hatte. Nach dem Streit war er mit dem Laptop des Opfers auf dem Fahrrad davon gefahren. Der 29-Jährige, der sieben Monate in Untersuchungshaft zugebracht hatte, nahm das Urteil an. Er wurde noch am Montag auf freien Fuß gesetzt.

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