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Zoo Rostock wegen Corona-Krise zu: «Langsam wird es eng»

31.03.2020 - Erst vorletzte Woche konnte der Rostocker Zoo stolz die erste Geburt eines Gorillas in der Zoogeschichte verkünden. Doch gesehen hat das Baby noch kein Besucher, denn der Zoo ist geschlossen. Das wird auch noch einige Wochen so bleiben.

  • Der Zoo in Rostock hofft auf die Möglichkeit einer Wiedereröffnung nach dem 20. April. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Zoo in Rostock hofft auf die Möglichkeit einer Wiedereröffnung nach dem 20. April. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Zoo in Rostock hofft auf die Möglichkeit einer Wiedereröffnung nach dem 20. April. «Langsam wird es eng», sagte Zoodirektor Udo Nagel der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die fehlenden Besuchereinnahmen und weiter laufenden Fixkosten. Diese lägen bei rund einer Million Euro monatlich. Dazu gehörten die Futter-, Energie- und Heizungskosten sowie die Lohn- und Gehaltszahlungen der rund 120 Mitarbeiter. Mittlerweile seien 17 Mitarbeiter, die an den Eingangskassen beschäftigt sind, in Kurzarbeit.

Der Zoo habe sich auf die Schließung bis 20. April eingestellt. «Bis dahin muss das einfach gehen. Danach wird es schwer.» Nagel hoffte, dass der Zoo wie viele andere Unternehmen mit einer Unterstützung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern rechnen kann.

Gleichzeitig arbeite der Zoo an einem Konzept, das die schrittweise Öffnung des Zoos ermöglicht. Von einer Öffnung könnte zunächst das Primatenhaus Darwineum ausgenommen sein, weil es im dortigen Tropenhaus räumlich zu beengt ist. «Im Vogel- und Reptilienhaus könnte gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern zugelassen werden», sagte Nagel.

Nachdem der Zoo vorletzte Woche die erste Gorilla-Geburt in seiner 121-jährigen Geschichte verkündet hatte, warten nun alle Mitarbeiter auf eine zweite Gorilla-Geburt. «Zolas Bauch ist kugelrund. Sie erfreut sich bester Gesundheit, anstrengend scheint es allerdings schon zu sein», hatte jüngst Tierpfleger Tobias Pollmer berichtet.

Im Moment arbeiteten die Pfleger im Darwineum mit Mundschutz und Handschuhen, sagte Nagel. Denn noch sei es fraglich, ob das Sars-CoV-2-Virus auch für Primaten gefährlich werden kann. «Da sind wir sehr vorsichtig.»

Auch der Verband der Zoologischen Gärten hatte wegen der Corona-Krise am Dienstag ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro für mehr als 50 Zoos in Deutschland gefordert. In einem Brief wandte sich Verbandschef Jörg Junhold, selbst Zoodirektor in Leipzig, auch an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und wies auf die Notwendigkeit sofortiger Unterstützung hin. «Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren - unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden.»

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