Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Zugbegleiter attackiert: DGB kritisiert Gewalt

20.02.2020 - Rostock/Tessin (dpa/mv) - Eine Fahrscheinkontrolle hat in der Regionalbahn von Rostock nach Tessin Handgreiflichkeiten gegenüber einem Zugbegleiter ausgelöst. Wie die Bundespolizei mitteilte, konnten bei der Kontrolle von drei Jugendlichen am späten Dienstagabend nur zwei gültige Fahrscheine vorweisen. Der Dritte habe sich geweigert, ein Ticket zu kaufen. Auch das Angebot des Zugbegleiters, einen günstigeren Fahrschein bis zum nächsten Haltepunkt nachzulösen, sei abgelehnt worden, die Jugendlichen hätten sich aggressiv verhalten.

  • ARCHIV - Der DGB-Nord-Vizechef Ingo Schlüter . Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    ARCHIV - Der DGB-Nord-Vizechef Ingo Schlüter . Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Daraufhin habe der Zugbegleiter alle drei aufgefordert, am Haltepunkt Roggentin den Zug zu verlassen. Dann hätten die jungen Männer ein Gerangel angefangen und dabei dem Zugbegleiter sein Verkaufsgerät entrissen, es zu Boden geworfen und darauf eingeschlagen. Zudem sei beim Verlassen des Zugs der Lokführer beleidigt worden.

Der Zugbegleiter konnte den Angaben zufolge seinen Dienst fortsetzen, er klagte aber über Schmerzen am Handgelenk. Nun ermittle die Bundespolizei unter anderem wegen Körperverletzung. Dumm gelaufen sei für den Täter, dass dieser seinen Ausweis noch nicht vom Zugbegleiter zurückbekommen hatte.

Solche Übergriffe seien Alltag in Deutschland, sagte DGB-Nord-Vize Ingo Schlüter: «Diese Art von Umgang mit Beschäftigten im öffentlichen Dienst, mit Polizisten und Rettungskräften, aber auch mit ehrenamtlich tätigen Personen können wir so nicht stehen lassen.» Das sei genau der Grund, weshalb der Deutsche Gewerkschaftsbund am Mittwoch die Initiative «Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch» gestartet habe. Damit solle in der Öffentlichkeit für mehr Respekt und Verständnis geworben werden.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren