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Zuwanderer in Neubrandenburg attackiert: Prozess beginnt

17.10.2018 - Neubrandenburg (dpa/mv) - Fast ein Jahr nach Gewaltattacken gegen drei Männer in Neubrandenburg, darunter zwei Ausländer, kommt der mutmaßliche Täter jetzt vor Gericht. An diesem Freitag beginnt am Amtsgericht Neubrandenburg der Prozess gegen den zur Tatzeit 20 Jahre alten Mann, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Dem wegen ähnlicher Delikte polizeibekannten Beschuldigten werden gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen.

  • Ein Buch über die Strafprozessordnung liegt im Gerichtssaal auf einem Tisch. Foto: Nicolas Armer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Buch über die Strafprozessordnung liegt im Gerichtssaal auf einem Tisch. Foto: Nicolas Armer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er soll aus ausländerfeindlichen Motiven heraus im November 2017 an einer Kreuzung einen 31-jährigen Syrer mit einem Hammer attackiert und leicht im Gesicht verletzt haben. Das Opfer wurde medizinisch versorgt. Danach soll er aus seiner Wohnung im fünften Stockwerk heraus angetrunken einen 24-Jährigen mit Blumentöpfen beworfen, ihn fremdenfeindlich beschimpft und mit einer hammerähnlichen Waffe in der Hand verfolgt haben. Der Attackierte - ein Deutscher mit irakischen Wurzeln - konnte fliehen.

Der Neubrandenburger wurde kurz danach von Beamten gestellt, ein Werkzeug bei aber nicht gefunden. Er durfte wieder gehen. In der Nacht darauf habe er in einem Tanzlokal einen anderen Gast mit einer Schere angegriffen. Daraufhin war er wegen Fluchtgefahr in U-Haft genommen worden. Bei der Polizei habe er zu den Vorwürfen geschwiegen, hieß es.