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Zweite Welle: Krankenhäuser sehen wirtschaftliche Risiken

21.10.2020 - In der ersten Corona-Welle bekamen die Krankenhäuser aus Steuermitteln Geld fürs Freihalten von Betten für Covid-19-Patienten. Jetzt sollen sie mit den Krankenkassen über einen Ausgleich verhandeln. Das sorgt für Kritik.

  • Torsten Koplin, Abgeordnete der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Torsten Koplin, Abgeordnete der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Angesichts der zweiten Corona-Welle wird Kritik an der neuen Erstattung von Pandemie-Mehrkosten für die Krankenhäuser laut. Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, Uwe Borchmann, kritisierte am Mittwoch, dass künftig notwendige Zuschläge oder Ausgleiche für die Kliniken zwischen den Krankenkassen und den Krankenhäusern ausgehandelt werden sollen.

Die Vertragsparteien würden sich so erst im Nachgang der Ereignisse auf etwas einigen müssen, erklärte er. Diese Umkehr der Herangehensweise im Vergleich zu den bis Ende September üblichen bundesweiten Freihaltepauschalen für Betten zur Corona-Versorgung berge erhebliche wirtschaftliche Risiken für die Krankenhäuser und führe nicht zum Erreichen der bestmöglichen Pandemieversorgung.

Die Linke forderte, den Krankenhäusern weiterhin alle Mehraufwendungen in der Corona-Pandemie zu erstatten. Aus guten Gründen sei während der ersten Corona-Welle den Krankenhäusern zusätzliches Geld für die Anschaffung von Intensivbetten und Beatmungsgeräten sowie für die vorsorgliche Bereithaltung von Betten zur Verfügung gestellt worden. Die Krankenhäuser wiederum hätten seinerzeit geplante Behandlungen zurückgestellt und damit Einkommenseinbußen hingenommen. Es waren aber bei weitem nicht alle freigehaltenen Betten für Covid-19-Patienten benötigt worden. Koplin sagte weiter, die Linke erwarte, dass in naher Zukunft Bilanz gezogen und diese öffentlich gemacht werde.

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