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«Estonia»-Überlebende und Angehörige wollen Entschädigung

17.07.2019 - Nanterre/Papenburg (dpa/lni) - Wenige Wochen vor dem 25. Jahrestag des Untergangs der Fähre «Estonia» auf der Ostsee beschäftigt der Fall die französische Justiz und die Papenburger Meyer Werft. Ein Gericht in Nanterre bei Paris prüft Entschädigungsansprüche von rund 1000 Überlebenden und Opferangehörigen. Ein Urteil soll am Freitag fallen. Die Kläger fordern von der französischen Prüfungsstelle Bureau Veritas und dem emsländischen Schiffsbauer 40 Millionen Euro Schadenersatz.

  • Blick auf die Hallen der Meyer Werft. Foto: Ingo Wagner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf die Hallen der Meyer Werft. Foto: Ingo Wagner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Schiff war Anfang der 1980er Jahre bei der Meyer Werft in Papenburg vom Stapel gelaufen, das Bureau Veritas hatte das Schiff als seetüchtig eingestuft. Den Prozess in Paris werde die Meyer-Werft nicht kommentieren, sagte ein Unternehmenssprecher.

Der Untergang der «Estonia» ist das größte Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte. 852 Menschen verloren ihr Leben, als die Ostseefähre mit 989 Menschen an Bord in der Nacht zum 28. September 1994 bei der Überfahrt von Tallinn nach Stockholm vor der Südküste Finnlands unterging. Unstrittig ist, dass die Bugklappe des 157 Meter langen Schiffes sich auf See öffnete und abriss. Der Grund wurde nie zweifelsfrei festgestellt. Die Staatsanwaltschaft Stockholm hatte 1998 alle Ermittlungen zur Klärung der Schuldfrage ergebnislos eingestellt.

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