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«Gorch Fock»: Bund soll Rechtsmittel zurückziehen

24.06.2019 - Bremerhaven (dpa/lni) - Nach dem erfolgreichen Ausdocken des Marineschulschiffs «Gorch Fock» verlangt die Bredo-Werft, dass der Bund die eingelegten Rechtsmittel zurücknimmt. Das sagte Bredo-Geschäftsführer Dirk Harms am Montag. Am Oberlandesgericht Bremen ist immer noch für den 4. Juli eine Anhörung der Parteien in diesem Streit terminiert.

  • Das Marine-Segelschulschiff «Gorch Fock» (M) wird aus einem Dock der Bredo-Werft von einem Schlepper ausgedockt. Foto: Axel Heimken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Marine-Segelschulschiff «Gorch Fock» (M) wird aus einem Dock der Bredo-Werft von einem Schlepper ausgedockt. Foto: Axel Heimken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei der langen und teuren Generalüberholung der «Gorch Fock» war der Rumpf des Traditionsseglers in dreieinhalb Jahren in einem Dock der Bredo-Werft neu aufgebaut worden. Wegen offener Rechnungen von 10,5 Millionen Euro wollte die Werft den Rumpf zunächst nicht vergangenen Freitag wieder ins Wasser lassen, sondern als Pfand behalten.

Anfang vergangener Woche klagte das Bundesverteidigungsministerium beim Landgericht Bremen auf Herausgabe des Schiffes, scheiterte aber mit einem Eilantrag. Darauf trug der Bund den Streit vor das Oberlandesgericht des Stadtstaates. Die Marine argumentiert, die Dockkosten seien bereits an den Generalauftragnehmer bezahlt worden, die Elsflether Werft. Die ist allerdings insolvent. Die Bredo-Werft stimmte schließlich dem Ausdocken zu. Ihr Geld will sie einklagen.

Die Elsflether Werft ihrerseits hofft, dass der Bund noch in dieser Woche über eine Fertigstellung der «Gorch Fock» entscheidet, wie Vorstand Axel Birk sagte. Die Sanierung hat bereits mehr als 70 Millionen Euro verschlungen. Insgesamt werden Kosten von 135 Millionen Euro erwartet.

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