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20 Festnahmen bei großangelegter Drogen-Razzia

03.03.2021 - Tonnenweise schmuggeln organisierte Banden Drogen nach Deutschland - aus Südeuropa, aus Südamerika. Doch jetzt ist den Ermittlern ein empfindlicher Schlag gegen Strukturen und Hintermänner gelungen.

  • Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Massiver Schlag gegen Drogenschmuggler: Bei einer grenzüberschreitenden Razzia haben Fahnder unter anderem des Landeskriminalamts Niedersachsen 20 Verdächtige festgenommen. Zu den Festnahmen kam es im Großraum Hannover, im Raum Celle, in Halle in Sachsen-Anhalt, Hamburg und Lettland, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Mittwoch mitteilte. Zeitgleich seien 65 Objekte durchsucht worden.

LKA-Präsident Friedo de Vries betonte: «Hier geht es nicht um Konsumentendelikte - hier geht es um die Strukturen, um die Hintermänner und das große Geschäft.» Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einem «echten Erfolg im Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität».

Die Ermittler werfen den mehr als 40 Beschuldigten vor, in wechselnder Beteiligung seit mindestens 2017 tonnenweise Drogen aus Südeuropa eingeführt und in Deutschland verkauft zu haben. Neben Cannabisprodukten hätten die Täter «in erheblichem Umfang» Kokain aus Südamerika eingeschmuggelt. Verdeckte Ermittlungen einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe von Ermittlern des Landeskriminalamts Niedersachsen und des Zollfahndungsamts Hannover in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hannover hatten zu der Razzia geführt.

Die Staatsanwaltschaft Hannover beantragte «eine Vielzahl» von Durchsuchungs- und Festnahmeanordnungen. Rund 1000 eingesetzte Kräfte vollstreckten diese schließlich. «Die Dimension des kriminellen Netzwerks lässt sich auch an den im Vorfeld erlassenen Haftbefehlen ablesen. Selten wurden in Niedersachsen zu einem verdeckten Verfahren schon vor Beginn der offenen Phase so viele Haftbefehle erlassen», sagte de Vries.

Nach Angaben des Innenministeriums in Hannover handelten die Täter auch mit Schusswaffen. «Das Phänomen der organisierten Kriminalität ist immer eine besondere Herausforderung für unsere Sicherheitsbehörden», sagte Pistorius. «Umso wichtiger ist es, dass uns heute ein weiterer empfindlicher Schlag gegen diese kriminellen Strukturen gelungen ist.»

Nach Angaben von Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza laufen die Ermittlungen in dem Komplex seit September 2019. «Es geht dabei um Rauschgiftkriminalität in ganz großem Stil», betonte die CDU-Politikerin. Sie kündigte an, dass die meist mit Verfahren rund um organisierte Kriminalität befassten Strafkammern an den Landgerichten verstärkt werden sollten, 20 neue Strafrichterstellen seien dafür vorgesehen.

Zuvor hatte die «Cellesche Zeitung» berichtet, dass die Durchsuchungen seit den frühen Morgenstunden liefen. Ob es sich bei den durchsuchten Objekten um Privatwohnungen, Firmengelände oder Lagerhallen handelte, wurde zunächst nicht bekannt. Die Ergebnisse der Durchsuchungen würden zunächst ausgewertet, teilte das LKA mit. Am Donnerstag (12.30 Uhr) will die Behörde zusammen mit der Staatsanwaltschaft Hannover per Online-Pressekonferenz die Ergebnisse bekanntgeben.

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