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28-Jähriger soll Ex-Partnerin getötet haben: Prozessbeginn

11.05.2020 - Weil er die Trennung nicht akzeptieren will, soll ein 28-Jähriger seine Ex-Frau mit zahlreichen Messerstichen getötet haben. Nun steht er vor Gericht.

  • Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Weil er seine Ex-Lebensgefährtin mit mindestens 22 Messerstichen getötet haben soll, steht seit Montag ein 28-Jähriger vor dem Landgericht Osnabrück. Er habe die Tat im Dezember 2019 aus Rache verübt, weil sich die Frau von ihm getrennt hatte, hieß es in der Anklageschrift. Der aus Syrien geflüchtete Mann und die Frau hätten sich häufig gestritten. Die Staatsanwaltschaft sah das Merkmal der Heimtücke als erwiesen an. (Az.: 6 Ks 4/20)

Zur Tat wurde der Angeklagte am ersten Verhandlungstag nicht befragt. Stattdessen schilderte der Mann seine Erlebnisse im syrischen Bürgerkrieg und wie er seine Frau acht Monate vor der Tat kennengelernt hatte. Laut Anklageschrift wollte das Paar heiraten. Es sei aber häufig zu Streitereien gekommen. So habe der Mann von seiner zukünftigen Frau verlangt, ihre beiden Kinder, die aus einer anderen Beziehung stammen, zu ihrer Mutter zu geben. Nachdem er ihr angedroht hat, intime Fotos und Videos von ihr ins Internet zu stellen, habe sich die Frau von ihm im November 2019 getrennt.

Der Angeklagte habe aus Wut über die Trennung beschlossen, die Frau umzubringen, sagte der Staatsanwalt. Bereits einen Tag vor der Tat habe er sie mit einem Messer bedroht. Am Nikolaustag habe er sich in ihrer Wohnung versteckt und auf sie gewartet.

Dorthin kam sie in Begleitung von zwei Sozialarbeitern, um Kleidung für sich und ihre Kinder einzupacken, weil sie vor ihrem Ex in ein Frauenhaus fliehen wollte. Im Schlafzimmer überraschte er sie jedoch und stach mehrfach in den Hals und den Körper der Frau. Auch ein durch die Schreie der Frau alarmierter Nachbar habe den mutmaßlichen Mörder nicht zurückhalten können. Die Frau starb kurze Zeit später in einem Osnabrücker Krankenhaus aufgrund ihrer Verletzungen.

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