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Althusmann will Führerschein mit 16 in Niedersachsen

29.01.2020 - Verkehrsminister Althusmann spricht sich für den Führerschein ab 16 aus. Dadurch sollten Fahranfänger mehr Erfahrung machen können. Er ist nicht der einzige, der von der Idee überzeugt ist.

  • Bernd Althusmann (CDU), Verkehrsminister in Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bernd Althusmann (CDU), Verkehrsminister in Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Goslar (dpa/lni) - Niedersachsen macht sich stark für das begleitete Fahren junger Menschen bereits ab 16 Jahren. Sobald eine entsprechende Änderung der Führerscheinrichtlinie auf EU-Ebene beschlossen sei, «werden wir das begleitete Fahren ab 16 bei uns in Niedersachsen umgehend umsetzen», sagte Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) nach Angaben seiner Pressestelle am Mittwoch beim Verkehrsgerichtstag in Goslar.

Derzeit dürfen junge Menschen ab 17 Jahren ein Auto fahren, bis zum 18. Geburtstag allerdings nur in Begleitung eines Erwachsenen. Diese Altersgrenze will Althusmann nun senken. Nach eigenen Angaben hatte sich das niedersächsische Verkehrsministerium bereits 2017 beim Bundesverkehrsministerium für die Änderung stark gemacht. Das Berliner Ministerium muss eine Änderung mit der neuen EU-Kommission aushandeln. Wann und ob die Führerscheinrichtlinie entsprechend geändert wird, ist aber unklar. Sollte das begleitete Fahren bereits ab 16 Jahren möglich sein, wolle Niedersachsen einen Modellversuch wagen, hieß es.

Der Expertenkongress diskutiert in diesem Jahr unter anderem über Änderungen bei der Fahrausbildung. In diesem Zusammenhang sprach sich eine Reihe von Experten dafür aus, das begleitete Fahren, das bisher ab 17 Jahren möglich ist, auf 16-Jährige auszuweiten.

«Fahranfänger gelten als Hochrisikogruppe», sagte Althusmann. «Allerdings liegt dies im Wesentlichen an der fehlenden Fahrerfahrung und Praxis», meinte er bei einem Empfang der Landesregierung in Goslar. «Durch eine längere Begleitphase ließe sich dieser Erfahrungshorizont aus- und die Sicherheit für die Fahranfänger aufbauen.» Das Konzept sei eine große Chance.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hatte das begleitete Fahren ab 16 vor dem Verkehrsgerichtstag wieder ins Gespräch gebracht. «Mit einem früheren Einstieg in die Begleitphase könnten die Jugendlichen mehr Fahrerfahrung sammeln», sagte Sprecherin Julia Fohmann. Unterstützung gibt es dafür vom Automobilclub von Deutschland. «Bei jungen Fahrern hat das begleitete Fahren nachweislich die Fahrkompetenz verbessert und für einen signifikanten Rückgang der Unfallbeteiligung gesorgt», sagte Sprecher Herbert Engelmohr.

Auch der ADAC plädiert für eine Ausweitung des begleiteten Fahrens auf 16-Jährige. Dies würde zu einer Verlängerung des Lernzeitraums führen und könnte das Anfängerrisiko reduzieren, sagte ein Sprecher. Dafür sollten die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

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