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Angeklagter will zu Sexualverbrechen schweigen

24.06.2019 - Verden (dpa/lni) - Im Revisionsprozess um ein tödliches Sexualverbrechen an einer Frau in Rehburg-Loccum hat der Angeklagte eine Aussage abgelehnt. Sein Mandant werde sich weder zu seinen Lebensverhältnissen noch zur Sache äußern, sagte Verteidiger Mathias Huse zum Prozessauftakt am Montag im Landgericht Verden. Der mehrfach als Sexualstraftäter verurteilte 51-Jährige wird beschuldigt, im September 2015 bei einem Freigang aus dem Maßregelvollzug im Klosterwald die 23-Jährige angegriffen, entkleidet und erwürgt zu haben. (Az: 3Ks101/19)

  • Der Angeklagte (l) sitzt beim Prozessauftakt in einem Gerichtssaal im Landgericht Verden. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Angeklagte (l) sitzt beim Prozessauftakt in einem Gerichtssaal im Landgericht Verden. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagte verdeckte sein Gesicht mit einem Aktenordner, als er in den Gerichtssaal geführt wurde. In einem ersten Prozess 2017 hatte ihn das Landgericht wegen Totschlags zu elfeinhalb Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Angehörige der Getöteten pochten auf eine Verurteilung wegen Mordes und waren mit ihrer Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) erfolgreich.

«Die Beweisführung der Strafkammer erweist sich als lückenhaft», hieß es in dem BGH-Urteil, das in Verden verlesen wurde. Die Kammer habe «es versäumt, das strafrechtlich relevante Vorleben des Angeklagten zu würdigen». Der Deutsche habe mehrfach Frauen nach dem gleichen Muster überfallen, zu sexuellen Handlungen gezwungen und mit dem Tode bedroht. Die Neuauflage des Prozesses wird von einer anderen Strafkammer des Landgerichts verhandelt.

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