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Anklage gegen mutmaßliche Anwerberin von IS-Bräuten erhoben

27.04.2020 - Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat eine mutmaßliche Unterstützerin der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeklagt, die die Ausreise weiterer Frauen aus Deutschland zur Heirat mit IS-Kämpfern organisiert haben soll. Die 30-jährige Deutsch-Syrerin war nach ihrer Abschiebung aus der Türkei Anfang Dezember verhaftet worden. Ihr werde die Mitgliedschaft in der Miliz sowie der unerlaubte Besitz von Kriegswaffen vorgeworfen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Montag mit. Die Frau soll Teil eines sogenannten «Schwesternnetzwerks» radikalisierter Frauen gewesen sein, das weitere Frauen für den IS gewonnen und in die Aktivitäten der Miliz eingegliedert hat.

  • Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Angeklagte aus Vechta soll im Dezember 2014 mit ihrem damaligen Ehemann aus Niedersachsen nach Syrien gereist sein, um sich dem IS anzuschließen und dessen bewaffneten Kampf im syrischen Bürgerkrieg zu unterstützen. Ihr Mann kam dort ums Leben. Unter anderem soll sie über zwei Kalaschnikow-Sturmgewehre und eine Handgranate verfügt haben, weshalb ihr ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen wird. Die Frau und ihre vier in Syrien geborenen Kinder waren wie einige andere in der Türkei inhaftierte mutmaßlich Islamisten auf Betreiben von Präsident Recep Tayyip Erdogan abgeschoben worden. Die Kinder kamen in die Obhut des Jugendamtes.

Im Januar hatte die 30-Jährige ursprünglich als Zeugin im Prozess gegen den mutmaßlichen IS-Deutschlandchef, Abu Walaa, in Celle aussagen sollen. Am Ende war sie zu einer Aussage aber doch nicht bereit, wodurch sie die Gefahr vermied, sich mit ihren Aussagen selber zu belasten. Neben einem Kronzeugen, einem Islamisten, der sich von der Szene abgewandt hat, hat inzwischen auch einer der Mitangeklagten im Abu-Walaa-Prozess gegen den Prediger ausgesagt. Das Urteil gegen diesen Mitangeklagten wird an diesem Mittwoch erwartet.

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