Antifa-Bewegung bekräftigt Kritik am Polizeieinsatz in Syke

15.04.2021 Nach einer Demonstration in Syke mit rund 175 Teilnehmern aus der Antifa-Bewegung haben die Organisatoren ihre Kritik an der Polizei bekräftigt. Am Bahnhof hätten sich Beamte einer Sondereinheit am Montag entschieden, gewaltsam vorzugehen und friedliche, sich zur Abreise bereitmachende Demonstrationsteilnehmer «aggressiv und brachial aus dem Weg zu räumen». Dabei seien einige Teilnehmer über die Schienen des Bahnhofs geflüchtet. Dies sei eine reelle Gefahr für das Leben einiger Aktivisten gewesen, hieß es in einer E-Mail der Jugendantifa Syke.

Das Antifa-Logo ist auf einer Fahne sichtbar. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Polizei besprach in der Nachbetrachtung, ob man bei diesem Einsatz anders hätte vorgehen können. «Das war aber mit Sicherheit rechtens», so ein Polizeisprecher am Donnerstag. Jedoch habe man im Nachhinein die Situation, dass Demonstranten über die Schienen gelaufen seien, als sehr gefährlich eingestuft. Dies müsse bei künftigen Einsätzen berücksichtigt werden. Bei dem Einsatz war ein Tatverdächtiger festgenommen worden, dem Körperverletzung vorgeworfen wurde.

Bei der Demonstration in Syke waren Polizei und Mitglieder der Antifa-Bewegung zweimal aneinander geraten. Unterschiedliche Schilderungen gab es anschließend darüber, wer die Rangeleien und Handgreiflichkeiten auslöste. Zudem sprachen die Veranstalter von mehreren Verletzten, die Polizei hingegen von einem leichtverletzten Demonstranten.

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