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Antisemitismusbeauftragter warnt vor Verschwörungstheorien

04.04.2020 - Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Niedersachsens, Franz Rainer Enste, hat in der Corona-Krise vor antisemitischen Verschwörungstheorien im Internet gewarnt. «Es ist erschreckend, aber für mich auch nicht verwunderlich, dass auch jetzt antisemitische Verschwörungstheorien herumgeistern», sagte Enste der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

  • Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Niedersachsens, Franz Rainer Enste. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Niedersachsens, Franz Rainer Enste. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Krisenzeiten seien die Menschen immer besonders anfällig für alle Formen von Irrationalität. «Wir müssen sehr genau darauf achten, was verbreitet wird, damit sich der Mechanismus, dass in Krisen die Schuld bestimmten Bevölkerungsgruppen zugewiesen wird, nicht Bahn bricht», sagte Enste.

Seit seinem Amtsantritt im November habe er Dutzende Gespräche auf allen möglichen Ebenen geführt. «Dabei konnte ich einen intensiven Kontakt zu den beiden jüdischen Landesverbänden aufbauen. Auch mit Sicherheitsbehörden und Vertretern der Zivilgesellschaft habe ich mich intensiv ausgetauscht», sagte der ehemalige Regierungssprecher.

Als «bedenklich» bezeichnete Enste die Zunahme der antisemitischen Straftaten im vergangenen Jahr. «Eine Entwicklung stimmt mich aber optimistisch: In der Corona-Krise erleben wir große Wellen von gegenseitigem Respekt, Anteilnahme und Achtsamkeit. Ich hoffe, dass davon etwas bleibt.»

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