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Ausstellung zeigt zwei Millionen Jahre Migration

04.06.2020 - Die ersten Menschen, die in Europa sesshaft wurden und als Ackerbauern und Viehzüchter die einheimischen Jäger und Sammler ablösten, kamen aus Anatolien. Das war vor etwa 7500 Jahren und ist noch nicht einmal das älteste Beispiel für Migration in der Menschheitsgeschichte. Das Varusschlacht-Museum in Kalkriese bei Bramsche thematisiert die Wanderungsbewegungen derzeit in einer Sonderausstellung unter dem Titel «2 Millionen Jahre Migration». Vor etwa zwei Millionen Jahren begann die Evolutionsgeschichte des Menschen. Der moderne Mensch kam aus Afrika nach Europa und Asien.

  • Stefan Burmeister steht im Museum und Park Kalkriese. Foto: Friso Gentsch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stefan Burmeister steht im Museum und Park Kalkriese. Foto: Friso Gentsch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zum Teil greift die Schau auf eine vom Neanderthal Museum in Mettmann entworfene Ausstellung zurück. Das Kalkrieser Museum habe diese dann um regionale Aspekte erweitert, sagte der neue Geschäftsführer des Museumsparks, Stefan Burmeister. So erfahren die Museumsbesucher, wie das römische Reich als Vielvölkerstaat funktionierte und vor allem die Armee Menschen aus allen Teilen des Reiches integrierte.

Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches folgte eine Epoche, die in deutschen Schulen oft als «Völkerwanderungszeit» bezeichnet wird. In Frankreich und anderen westeuropäischen Ländern sei die Epoche aber als «barbarische Invasion» bekannt, sagte Burmeister. Germanische Gruppen setzten sich in Bewegung und wanderten durchs römische Reich. Auslöser war damals wirtschaftliche Not - der heutige Begriff «Wirtschaftsflüchtling» hätte auch auf Gruppen wie die Franken oder Goten gepasst, erklärte Burmeister. Auch slawische Völker zogen gen Westen und prägten Osteuropa und Deutschland.

Die Ausstellung schließt mit den Amerikaauswanderern aus dem Osnabrücker Land im 18. und 19. Jahrhundert. Briefe und Geschichten von Auswanderern aus Osnabrück und dem Dorf Venne sollen deren Schicksal anschaulich machen. Die Dokumente stammen vom noch existierenden Gasthaus Linnenschmidt in Venne, das damals Anlaufstelle für die Auswanderer waren und dem Kirchspiel Engter.

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