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Bayern will keine Polizeiuniformen aus Niedersachsen mehr

15.01.2020 - Niedersachsen beliefert Polizeibeamte vieler Bundesländer mit Uniformen. Bayern will nun als Kunde abspringen und begründet das mit mangelhaften Qualität der Kleidung. Doch ist das der wahre Grund?

  • Die bayerische Polizei präsentiert in München ihre Uniform. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die bayerische Polizei präsentiert in München ihre Uniform. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

München/Hannover (dpa/lni) - Länderpolizeien etlicher Bundesländer beziehen Dienstkleidung oder Ausrüstungsgegenstände vom Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) - nun springt möglicherweise Bayern als Kunde ab. Bayerns Polizei soll künftig von einem bayerischen Polizeibeschaffungsamt ausgestattet werden, das in Hof entstehen soll, teilte das Innenministerium in München am Mittwoch mit.

In dem Zusammenhang spricht die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) von angeblicher Kritik bayerischer Beamte an der Qualität der bisher aus Niedersachsen gelieferten Hosen. Die Zahl tatsächlicher Beschwerden über die Hosen ist aber verschwindend gering, teilten die Innenministerien in Hannover und München mit.

Seit Einführung der dunkelblauen Uniform vor drei Jahren hätten einige Tausend Beamte über mangelnde Qualität geklagt, so die Gewerkschaft. Das bayerische Innenministerium registrierte bislang jedoch nur rund 400 Beschwerden - bei rund 27 500 mit der Uniform ausgestatteten Polizisten. «Diese Zahlen zeigen deutlich, dass hier nicht von einem grundsätzlichen Qualitätsproblem gesprochen werden kann», teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

Auch Niedersachsen weist die Darstellung der Gewerkschaft über massenhafte Kritik zurück. «Das Logistik Zentrum Niedersachsen beschafft zu 100 Prozent die durch den Freistaat Bayern vorgegebene Bekleidung», sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Lediglich 0,3 Prozent der bayerischen Ware werde reklamiert, auch sonst gebe es keine Beschwerden. Aus niedersächsischer Sicht, so das Ministerium in Hannover, wäre ein Wegfall der bayerischen Aufträge zu verkraften. Die starke Nachfrage aus anderen Bereichen und Bundesländern werde die bayerischen Bestellungen ausgleichen können.

Soweit ist es aber noch nicht. In einem ersten Schritt sollen von Juni an rund 300 Beamte in Bayern eine neue Hose ausprobieren. Wenn diese Zuspruch finde, können Polizisten nach Angaben des Innenministeriums in München künftig zwischen dem aktuellen und dem neuen Modell wählen.

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