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Bibliotheken als Treffpunkte mit digitalem Angebot

09.02.2020 - Früher galten die Büchereien oft als ruhige Orte für den lesenden Einzelnen. Mittlerweile entwickeln sie sich immer mehr zu Treffpunkten. Vor allem der Anteil klassischer Ausleihen geht zurück, doch digital tut sich einiges - und ein Genre ist besonders beliebt.

  • Das Schild «Krimi» ist über einem Bücherregal in einer Stadtbibliothek zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Schild «Krimi» ist über einem Bücherregal in einer Stadtbibliothek zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lüneburg (dpa/lni) - Kriminalromane sind in den niedersächsischen kommunalen Bibliotheken der Renner. Dies sei sowohl bei klassischen Ausleihen von gedruckten Büchern vor Ort als auch bei der elektronischen Ausleihe der Fall, sagte die Geschäftsführerin der Büchereizentrale Niedersachsen, Angelika Brauns, der Deutschen Presse-Agentur in Lüneburg.

Das erfolgreichste Buch im vergangenen Jahr war demnach der Krimi «Die Entscheidung» von Charlotte Link, die mit «Die Betrogene» auch den dritten Platz besetzte. Auf Platz vier lag der Thriller «Selfies: Der siebte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q» von Jussi Adler-Olsen. Der Nele Neuhaus-Krimi «Im Wald» kam auf Platz fünf. Nur auf Platz zwei war kein Kriminalroman - dort landete «Die Schattenschwester» von Lucinda Riley. Im Jahr zuvor sah es ganz ähnlich aus.

Unterdessen sehen sich Bibliotheken nach Angaben der Büchereizentrale Niedersachsen immer mehr als nichtkommerzielle Treffpunkte. Der Trend geht dabei weg von reinen Ausleihstellen für Medien, wie Brauns sagte. Wegen der zunehmenden Zahl von Veranstaltungen sei auch die Zahl der Besucher gestiegen, obwohl weniger Bücher entliehen wurden.

«Grundsätzlich kann man sagen, dass die Zahl der Ausleihen insgesamt leicht rückläufig ist und dabei wiederum vor allem der Anteil der klassischen Ausleihen von Büchern vor Ort», sagte Brauns. «Der Anteil an elektronischen Ausleihen von E-Books oder auch Hörbüchern steigt dagegen tendenziell weiter an.» Ihr Anteil liege im Schnitt bei rund 10 Prozent, mancherorts schon bei 20 Prozent, etwa in Gifhorn.

Die Altersgruppe der 14- bis 25-Jährigen ist für die Bibliotheken am schwersten zu erreichen, wie Brauns erklärte. In diesem Alter lasse das Interesse am Lesen oft nach. «Im Kommen sind gerade für diese Altersgruppe Angebote wie Games und Konsolenspiele oder auch Angebote mit Virtual-Reality-Brillen», sagte sie. «Aber auch in dieser Altersgruppe gibt es fleißige Leser, vor allem Fantasy ist beliebt.»

«Stark nachgefragt werden bei den Nicht-Buch-Medien vor allem Hörbücher auf CD», betonte sie. Wegen der Streamingdienste sei aber eine sinkende Nachfrage nach Spielfilmen als DVD zu beobachten. «Kaum mehr nachgefragt werden Musik-CDs, in einigen Bibliotheken sind sie gar nicht mehr im Angebot.»

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