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Bis zu 37 Grad in Niedersachsen erwartet

24.06.2019 - Am und vor allem im Wasser lässt sich die Hitzewelle aushalten, woanders wird es ungemütlich. Das Gesundheitsamt rät dazu, viel zu trinken und warnt vor Algen in Binnengewässern. Die Temperaturen nähern sich Rekordwerten.

  • Ein junger Mann springt bei Sonnenschein in ein Becken des Schwimmbades im Stadtteil Kleefeld. Foto: Hauke-Christian Dittrich © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein junger Mann springt bei Sonnenschein in ein Becken des Schwimmbades im Stadtteil Kleefeld. Foto: Hauke-Christian Dittrich © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - Auf herrliches Sommerwetter mit Temperaturen bis zu 37 Grad können sich die Menschen im Norden freuen. Was der Küste kurzentschlossene Strandgäste beschert, sorgt im Binnenland aber auch für Probleme. Menschen und auch Tiere leiden unter der Hitze, Binnengewässern droht die Sperrung wegen Algenbefalls und die Waldbrandgefahr steigt.

AM STRAND: Auf der ostfriesischen Insel Norderney rechnet man in den nächsten Tagen mit mehr Besuchern: «Auch wenn wir wetterunabhängig viele Besucher haben, zieht das gute Wetter sicher noch einige Gäste an», sagt der stellvertretende Marketingleiter Wolfgang Lübben. Die Strandkörbe seien gut nachgefragt, einige freie würden sich aber bestimmt noch finden. «Locker und entspannt» sei die Stimmung am Strand bei etwa 20 Grad Wassertemperatur in der Nordsee.

BINNENGEWÄSSER BALD GESPERRT: An sieben Badegewässern meldet das Landesgesundheitsamt inzwischen Blaualgen. Fünf davon befinden sich am Zwischenahner Meer, die anderen beiden am See im Maschener Moor und dem Otterstedter See. Erwartet wird, dass einige der Badestellen bei ansteigenden Temperaturen gesperrt werden müssen.

GEFAHR FÜR BABYS UND ALTE LEUTE: Die Hitze bringt besonders für Babys, chronisch Kranke sowie Senioren gesundheitliche Risiken mit sich. Warnzeichen des Körpers wie Kreislaufbeschwerden, Bauchkrämpfe oder Schwächegefühl müssten ernstgenommen werden, so das Landesgesundheitsamt. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser erwarten in dieser Woche Patienten mit hitzebedingten Beschwerden. «An heißen Tagen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf mitunter erheblich. Das körpereigene Kühlungssystem stößt dann schnell an seine Grenzen, und es kann zu einer Dehydrierung kommen», sagt Ulrike Cretan, Chefärztin der Harzkliniken in Goslar.

WALDBRANDGEFAHR: Mit der Hitzewelle steigt die Waldbrandgefahr in Niedersachsen. Besonders betroffen sind der Osten sowie die Regionen Uelzen, Faßberg, Bergen und Nienburg, so der Deutsche Wetterdienst. Es sollten keine Zigaretten aus dem Fenster geschmissen und Autos mit heißen Katalysatoren auf Wiesen abgestellt werden, lautet der Rat. Bei Bränden sei es wichtig, sofort die Feuerwehr zu rufen. Wanderer sollten die Vorschriften der Forstbehörden befolgen und genügend Getränke mitnehmen.

VOGELTRÄNKEN AUFSTELLEN: Der Naturschutzbund (Nabu) empfiehlt angesichts der Hitze, vor allem in Städten Vogeltränken aufzustellen. Dort litten Vögel schnell unter Wassermangel, weil viele verbliebene Wasserstellen und Pfützen bereits ausgetrocknet seien. Um Krankheiten zu vermeiden, müsse das Wasser täglich gewechselt werden.

HÖCHSTTEMPERATUREN: Am Montag meldete der Deutsche Wetterdienst um 15 Uhr für Lingen 32,9 Grad, für Dörpen 30,6 Grad, für Wunstorf 30,0 Grad, für Göttingen 27,0 Grad und für Lüchow 28,2 Grad. Historische Rekorde für den Monat Juni können möglicherweise geknackt werden: In den Jahren 2000 und 2002 wurde es an einigen Orten in Niedersachsen über 35 Grad warm, den wärmsten registrierten Junitag gab es in Bremervörde am 29. Juni 1947 mit 35,9 Grad.

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