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Bisher 19 Geldautomaten-Sprengungen seit Jahresbeginn

26.04.2020 - Immer wieder jagen Täter Geldautomaten in die Luft, um große Beute zu machen. Sie verursachen mit den Explosionen oft Brände und bringen Menschen in Gefahr. Sorgt die Corona-Krise für einen Anstieg in diesem Kriminalitätsfeld?

  • Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Seit Jahresbeginn haben Kriminelle in Niedersachsen bereits 19 Mal Geldautomaten gesprengt - die Ermittler vermuten hinter vielen Taten eine in den Niederlanden ansässige Bande. In 13 Fällen sei es beim Versuch geblieben, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen auf dpa-Anfrage mit. 2019 waren es zwischen Harz und Nordsee 45 Taten, davon 29 Versuche.

An der Grenze zu den Niederlanden in Schüttorf hatten Kriminelle in der Nacht zum 1. März bei einer Sprengung einen Brand ausgelöst. Es sei von einem Gesamtschaden im Millionenbereich auszugehen, sagte eine LKA-Sprecherin. Weiterhin werde die Mehrzahl der Taten einer Gruppe aus dem Bereich Utrecht/Amsterdam zugerechnet.

Ob die Serie mit der Coronavirus-Situation zu tun hat, könne von Hannover aus nicht beurteilt werden, sagte die LKA-Sprecherin. Es sei aber so, dass zurzeit keine Grenzkontrollen zu den Niederlanden stattfinden - im Gegensatz zu Dänemark, Frankreich oder Österreich. «Der Grenzverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden ist weiterhin uneingeschränkt möglich und begünstigt die Ein- und Ausreise niederländischer Täter», sagte die Sprecherin.

Allein am Osterwochenende gab es Geldautomaten-Sprengungen an drei Orten in Niedersachsen. In Bunde im Landkreis Leer nahe der Grenze zu den Niederlanden und in Verden explodierten Sprengsätze. In Goslar im Harz wurden die Täter gestört. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Das LKA dort vermutet einen Zusammenhang mit der Corona-Krise.

Im Bundesland Bremen registrierte die Polizei in diesem Jahr drei Geldautomaten-Sprengungen. Im gesamten Vorjahr war es nur ein Fall und 2018 gab es in Bremen und Bremerhaven zwei derartige Delikte. Am stärksten betroffen seien Flächenländer und grenznahe Bundesländer, sagte ein Polizeisprecher. «Viele Banken haben auf diese Tatbegehungsweise reagiert, sie nutzen zum Beispiel technische Zusatzausrüstungen wie Farbmarkierungen für die Geldscheine oder Nebelmaschinen, die es den Tätern schwerer machen.»

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