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Blindgänger: Göttingen bereitet sich auf Evakuierung vor

28.01.2021 - Gleich vier Bomben werden in der Nähe des Göttinger Bahnhofs im Boden vermutet. Für die Entschärfung müssen am Samstag mehr als 8000 Menschen raus aus ihren Wohnungen - und das mitten in der Corona-Pandemie. Eine Mammutaufgabe für die Einsatzkräfte.

  • Ein entschärfte Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein entschärfte Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Stadt Göttingen bereitet sich auf eine Bombenentschärfung der besonderen Art vor: Gleich vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden in einer Baugrube in der Innenstadt vermutet. Für die Entschärfung müssen am Samstag 8300 Menschen ihre Wohnungen über Nacht verlassen - und das mitten in der Corona-Pandemie. Wer nicht zu Freunden kann, soll in Hotels und Evakuierungszentren unterkommen. Die Kontaktbeschränkungen werden für die Dauer des Einsatzes aufgehoben, wie die Stadt bestätigte.

Auch der Zugverkehr wird eingeschränkt: ICEs werden umgeleitet, der Bahnhof nicht mehr angefahren, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Regionalzüge halten nicht mehr in Göttingen und Busse ersetzen den Nahverkehr auf der Schiene. Auch der regionale Busverkehr wird wegen der Sperrung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) den ganzen Samstag über nur eingeschränkt laufen.

Bis 6.30 Uhr müssen die Anwohner am Samstag ihre Häuser und Wohnungen verlassen, wie die Stadt mitteilte. Dies gilt für einen Umkreis von einem Kilometer um die Fundstelle in der Godehardstraße. «Sämtliche Gebäude, Straßen und Plätze, auch der Bahnhof Göttingen, sind dann gesperrt», hieß es. Der Einsatz dauert voraussichtlich bis Sonntagmorgen.

Göttingen hat bereits eine schmerzliche Erfahrung mit einer Bombenentschärfung gemacht; die Erinnerungen an das Unglück 2010 dürften vielen noch in Erinnerung sein. Am Abend des 1. Juni endete eine Entschärfung in der Innenstadt mit drei Toten. Die Evakuierung rund um den Schützenplatz lief noch, als ein Knall die Innenstadt erschütterte. Der Blindgänger war explodiert, drei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Niedersachsen starben.

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