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Brandstifter auf Rachefeldzug nach Sorgerechtsstreit

26.07.2019 - Bremen (dpa) - Ein 42-Jähriger muss sich seit Freitag wegen schwerer Brandstiftung und Körperverletzung am Landgericht Bremen verantworten. Er soll zwischen Oktober 2017 und November 2018 sieben Autos angezündet haben, wie Staatsanwältin Alexandra Janke-Rahmanian in der Anklageschrift auflistete. Zusammen ergeben die Taten das Bild eines Rachefeldzugs nach einem verlorenen Prozess um das Sorgerecht für seine Tochter. Unter anderem gingen zwei Fahrzeuge des Ex-Schwagers, das Auto eines Familienrichters am Amtsgericht Bremen und das Fahrzeug eines Rechtsanwalts in Flammen auf.

  • Vor dem Justizgebäude steht eine Statue der Göttin Justitia. Foto: Stefan Puchner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vor dem Justizgebäude steht eine Statue der Göttin Justitia. Foto: Stefan Puchner/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch muss sich der Mann dafür verantworten, dass er trotz Kontaktverbots seine Ex-Ehefrau mehrfach bedroht und misshandelt haben soll. Der Angeklagte stritt zu Prozessauftakt alle Vorwürfe ab und sprach von einer Intrige seiner Ex-Frau und deren Familie. Er äußerte sich auch nicht dazu, dass er im Dezember 2018 einen Mann mit Messerschnitten am Kopf lebensgefährlich verletzt haben soll.

Der 42-Jährige kam aus der Psychiatrie zur Verhandlung. An seiner Schuldfähigkeit bestehen Zweifel. «Der Angeklagte leidet mit hoher Wahrscheinlichkeit an einer paranoiden Persönlichkeitsstörung», sagte die Staatsanwältin. Der Prozess ist bis Dezember terminiert.

Der Abstand zwischen den Brandanschlägen sei zu groß gewesen, um sie schneller in Zusammenhang mit dem Sorgerechtsstreit zu bringen, sagte ein Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft. Festgenommen wurde der Mann erst im Februar. Polizisten hatten beobachtet, dass er in Schutzkleidung an der Autobahn 27 eine Grube erkundete. Der 42-Jährige sagte vor Gericht, er habe seine Ex-Frau nicht töten wollen. Trotzdem wurde der Vorgang damals als Vorbereitung einer Straftat bewertet und der Mann in die Psychiatrie eingewiesen.

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